Sa

16

Mär

2013

Die Schreibwerkstatt auf Facebook

Kurz bevor die "Blogparade für Einzelkämpfer" von Annette Schwindt endet, möchte ich nun doch auch das Thema Profil oder Seite – oder beides? aufgreifen. Konkret geht es um die Frage, ob man sich als Einpersonenunternehmen auf Facebook bzw. Google+ mit einem privaten Profil begnügt oder eine (Unternehmens-)Seite anlegt.

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Die Facebook-Seite der Schreibwerkstatt

Ich bin im Oktober 2011 erstmals in Facebook eingestiegen, zunächst einmal nur mit einem Profil. Ich habe dort Dinge gepostet, die mich interessiert haben, jedoch nie wirklich Persönliches.

Da ich mich im Herbst 2011 bereits intensiv mit der Gründung der Schreibwerkstatt beschäftigt habe, lag es nahe, das Profil auch beruflich zu nutzen (eine überwiegende berufliche Nutzung de Profils untersagt Facebook). Im April 2012, also vor einem knappen Jahr, habe ich mich dann entschieden, parallel zum Profil eine Unternehmensseite aufzubauen. Diese Entscheidung halte ich nach wie vor für richtig.

Was spricht für eine Unternehmensseite auf Facebook?

Für mich sprechen mehrere Gründe für eine Seite:

  • der in meinen Augen professionellere Gesamtauftritt.
  • die Fokussierung der Postings auf die Themen, die die Schreibwerkstatt betreffen, was sich wiederum positiv auf die Gewinnung von Fans auswirkt (im Profil mischen sich die Themen ja meist wesentlich stärker).
  • die Möglichkeit, Werbung zu schalten. Nirgendwo kann man so genau einzelne Zielgruppen ansprechen, wie auf Facebook. 
  • das Statistik-Tool, das nur Seiteninhabern zur Verfügung steht.
  • das Fehlen einer Wachstumsgrenze. Auf einem Profil kann ich maximal 5.000 Freunde haben, eine Seite kann unbegrenzt viele Fans haben (nach einem knappen Jahr hat die Schreibwerkstatt aktuell 2.200 Fans).  
  • die Facebook-Regelung, die besagt: "Du wirst deine persönliche Chronik nicht primär für deinen eigenen kommerziellen Profit nutzen, sondern eine Facebook-Seite für solche Zwecke verwenden" (siehe auch hier).
  • die Tatsache, dass von einer Unternehmensseite sowohl Profile als auch andere Unternehmensseiten Postings teilen können (von einem Profil können nur Profile Postings teilen).

Selbständigkeit versus Unternehmerin bzw. Unternehmer

Ob man sich für eine Unternehmensseite entscheidet, hat – diese Frage möchte ich hier gerne aufwerfen  vielleicht auch mit dem Selbstverständnis zu tun. Ich persönlich sehe da jedenfalls einen klaren Bezug. Seitdem ich die Schreibwerkstatt im Jänner 2012 ins Handeslregister habe eintragen lassen, bin ich keine Freiberuflerin mehr und fühle ich mich auch nicht (mehr) als Selbstständige, sondern als Unternehmerin (siehe dazu auch den interessanten Artikel von Ralf Senftleben Selbstständig oder Unternehmer?). Egal, ob im Web oder außerhalb, ich agiere beruflich nicht als Privatperson, sondern als Inhaberin der Schreibwerkstatt, also eines Unternehmens, das auch einen eigenen Namen hat.

Aktuell bin ich übrigens dabei, auf Facebook eine zweite Seite aufzubauen, und zwar für die Social-Media-Werkstatt, die jüngere "Schwester" der Schreibwerkstatt. Also auch für mein zweites berufliches Thema nutze ich auf Facebook nicht das Profil. Und letztendlich unterscheide ich auch auf Google+ zwischen Profil und Seite. 

Nun würde mich interessieren: Hat die Antwort auf die Frage "Profil oder Seite – oder beides?" auch für Sie etwas mit dem beruflichen Selbstverständnis zu tun?

Artikel auf der Website der "Social-Media-Werkstatt", die zum Thema passen:

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Kommentare: 3
  • #1

    Christian Müller (Samstag, 16 März 2013 20:21)

    Hallo Huberta,

    interessant das du genau den entgegengesetzten Ansatz verfolgst wie ich. Allerdings denke ich, dass du als Unternehmerin - auch wenn du alleine arbeitest - auch keine Wahl hast. Die Nutzung eines Profils ist laut Richtlinie nur Personen - also maximal Freiberuflern - vorbehalten.

    Grundsätzlich ist es jedoch Geschmacksache bzw. eine Frage der persönlichen Haltung. Ich verbinde meine Arbeit eng mit meiner Person und will da gar keine Trennung, daher passt ein Profil für mich optimal. Bei dir sehe ich die Seite auch als das bessere Modell - und es funktioniert ja auch hervorragend. ;-)

    Gruß,
    Christian

  • #2

    Huberta Weigl (Samstag, 16 März 2013 20:26)

    Hallo lieber Christian,

    ich bin da ganz bei Dir. Jeder sucht sich seinen Weg. Ich lese jedenfalls gerne auf Deinem Profil mit. Manchmal tut es mir leid, dass ich von dort nicht auf meine Seite teilen kann. Den Link von Artikeln kann ich ja kopieren, mit den Fotos und Deinen guten Denk-Impulsen ist es da schon schwieriger.

    Herzlichen Gruß
    Huberta

  • #3

    Christian Müller (Samstag, 16 März 2013 20:29)

    Hallo Huberta,

    danke für die schöne Antwort. Ja, das leichte Teilen ist einer der Gründe, die mich trotz meiner Ausrichtung mit einer Seite liebäugeln lassen. Na, irgendwann packt es mich doch noch. ;-)

    Gehdanken und Morgengrüße lassen sich von Google+ aus einfach teilen, mit dem Facebook-Profil leider nicht so.

    Gruß und danke dir für den schönen Austausch und deine Artikel,
    Christian