So

14

Apr

2013

Zeitplanung für ein Referat oder einen Vortrag

vortrag, referat, zeitplanung, redezeit

 


Bestimmt waren Sie schon einmal bei einem Vortrag, der viel zu lang gedauert hat. Leider kommt es immer wieder vor, dass Vortragende die geplante Redezeit überschreiten. Im Folgenden möchte ich Ihnen ein paar Tipps geben, was Sie tun können, damit Ihnen das nicht passiert. Sie werden sehen, die Zeitplanung für ein Referat oder einen Vortrag ist gar nicht so schwer. 

Denken Sie an Ihr Publikum

Viele Vortragende haben nur ihr Wissen im Auge. Alles erscheint ihnen wichtig. Sie wollen dem Publikum unendlich viel sagen, und es fällt ihnen schwer, sich auf das wirklich Wesentliche zu beschränken. Vor allem aber denken sie nicht an die Zuhörer – dabei kommt es genau darauf an!

Wenn Sie sich nicht an die vorgegebene Redezeit halten, ...

  • ist das unhöflich.
  • wird das Publikum unruhig. Es wird innerlich unruhig, oft wetzen die Zuhörer aber sogar auf ihren Stühlen herum und fangen an, sich mit den Sitznachbarn zu unterhalten. 
  • hört Ihnen das Publikum zum Schluss nicht mehr gerne zu. Das kann sogar so weit gehen, dass die Zuhörer kurzfristig einen inneren Widerstand gegen Sie entwickeln.
  • ist das im Falle von Tagungen, bei denen es mehrere Vortragende gibt, für die Moderatorinnen bzw. Moderatoren bzw. für die Organisationsleitung oft richtig problematisch. Mit Ihrem überlangen Vortrag bringen Sie den Zeitplan der Veranstaltung nämlich ins Wanken (oft steht dann weniger Zeit für die Diskussion zur Verfügung, Pausen müssen verkürzt werden etc.).
  • tun Sie sich selbst nichts Gutes. Sie schaden letztendlich Ihrem eigenen Image. 

 

Die Redezeit eines Referats bzw. Vortrags planen

Es gibt ein paar einfache Wege, wie Sie das Timing Ihres Referats bzw. Vortrags in den Griff bekommen: 

  • Formulieren Sie Ihren Vortrag schriftlich aus – und zwar unabhängig davon, ob Sie dann frei sprechen oder den Text ablesen. Meine persönliche Faustregel: 18.000 Zeichen inkl. Leerzeichen Manuskript entsprechen einer Redezeit von 30 Minuten. 
  • Proben Sie den Vortrag. Schauen Sie, dass Sie 1–2 Tage vor dem Vortrag mit der Vorbereitung fertig sind und halten Sie ihn einmal testweise. Sprechen Sie dabei laut und stoppen Sie die Redezeit. Wenn Sie feststellen, dass Sie die Redezeit überschreiten, kürzen Sie. Viele Dinge, von denen Sie selbst meinen, dass sie unglaublich wichtig sind, spielen für die Zuhörerschaft letztendlich gar keine so große Rolle. Setzen Sie also den Rotstift an und streichen Sie einzelne Passagen. Dann halten Sie den Vortrag nochmals und stoppen ihn natürlich auch wieder. Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis alles passt. Tipp: Falls es eine fest vorgegebene Redezeit gibt, punkten Sie bei Ihren Zuhörern, wenn Sie knapp darunter bleiben. Wenn Sie also 30 Minuten sprechen dürfen, sprechen Sie 25–28 Minuten. Sie werden sehen, das (in Sachen Redezeit meist nicht sehr verwöhnte) Publikum wird darauf positiv reagieren.
  • Überprüfen Sie Ihr Sprechtempo. Nehmen Sie Ihren Probevortrag auf und hören Sie sich selbst zu. Passt das Sprechtempo? Versetzen Sie sich in das Publikum: Werden Ihnen Zuhörer, die mit dem Thema wenig oder gar nicht vertraut sind, gut folgen können? Wenn nein, reduzieren Sie das Tempo und stimmen Sie die Länge Ihres Manuskripts darauf ab.   

Zeitplanung hat auch mit Wertschätzung zu tun

Machen Sie sich die Mühe und bereiten Sie sich sorgfältig vor. Es lohnt sich! Die Menschen, die zu Ihrem Vortrag kommen, schenken Ihnen ihre Zeit, und damit sollten Sie sorgfältig und wertschätzend umgehen. 


Das könnte Sie auch noch interessieren:
Zeitmanagement: Ein Tagesplan als wichtiger Helfer im Alltag

Nutzen Sie das Prinzip der Verknappung!

 

Abbildungsnachweis:

Pixabay, Nemo

Kommentar schreiben

Kommentare: 0