Mo

15

Jul

2013

Nutzen Sie die Kommentarfunktion Ihres Blogs

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Immer wieder stoße ich auf Blogs, bei denen die Kommentarfunktion deaktiviert ist. Das ist nicht im Sinne des Erfinders. Wer die Kommentarfunktion seines Blogs deaktiviert, nutzt seinen Blog nicht in vollem Umfang und signalisiert zudem: "Hier redet eine/r, und zwar ich – nur ich!" Ein Blog ist ein Kommunikationsinstrument, das nicht in eine Einbahn führen sollte. Ein Blog dient der Interaktion mit den Lesern, die die Möglichkeit haben sollten, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. 

Weshalb die Kommentarfunktion deaktiviert sein kann

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb die Kommentarfunktion bei manchen Blogs deaktiviert ist, zum Beispiel:

  • Gedanken- oder Ahnungslosigkeit (wenn der Blogger z.B. mit den Gepflogenheiten des Bloggens nicht vertraut ist oder sich mit seinem Blog-Programm nicht auskennt)
  • Zeitmangel (keine Zeit für die Moderation der Kommentare – gefühlt oder tatsächlich)
  • Angst vor Kommentaren, die nicht der eigenen Meinung entsprechen
  • Bedenken wegen Spam

Der Blog als soziales Medium

Ich persönlich plädiere klar für die Aktivierung der Kommentarfunktion in einem Blog. Wenn Sie möchten, können Sie Ihr Blog-Programm ja so einstellen, dass Sie die Kommentare erst freischalten müssen, aber Kommentare von Beginn an zu unterbinden, ist nicht optimal.

Ein Blog ist ein soziales Medium und sollte dem Austausch mit Ihren Lesern dienen. Natürlich wird nicht jeder mit Ihnen einer Meinung sein, gespammt wird natürlich immer wieder, und dann gibt es noch die Leser, die nur deshalb einen Kommentar hinterlassen, weil sie den Link auf ihre eigene Website platzieren oder schlichtweg Werbung machen wollen (die Grenze zum Spam ist fließend). Trotzdem ... die Kommentarfunktion zu aktivieren, macht Sinn und bringt Ihnen und Ihrem Blog auch einen konkreten Nutzen.

 

Was Ihnen als Blogger die Aktivierung der Kommentarfunktion bringt

Bevor Sie also die Kommentarfunktion abschalten oder abgeschaltet lassen, überlegen Sie doch einmal, was sie Ihnen möglicherweise bringt. Folgende Argumente sprechen für das Zulassen von Kommentaren:

  • Sie erhalten Feedback auf Ihre Artikel. Positives Feedback tut der Blogger-Seele gut und bestärkt Sie, dass Sie auf dem richtigen Weg sind, aus negativem Feedback können Sie lernen. Bringen Sie sich nicht um diese Lernmöglichkeit!
  • Es gibt Leser, die diskussionsfreudig sind und für die die Kommentarmöglickeit ein wichtiger Grund ist, um einen Blog regelmäßig zu besuchen.
  • Ein Blog, auf dem sich etwas tut, weckt das Interesse und zieht neue (Stamm-)Leser an. 
  • Aus Kommentaren können interessante Kontakte entstehen. Die Kommentarmöglichkeit dient also auch dem Networking!

 

Übrigens können Sie durchaus auch Kommentarregeln aufstellen, auf die Sie bei Bedarf hinweisen. In diesen Regeln können Sie genau festlegen, was erlaubt ist und was nicht (Netiquette). Sehr ausführliche Kommentarregeln hat beispielsweise der Blog der Deutschen Telekom. Ich lösche grundsätzlich nichtssagende Kommentare, die eindeutig nur dem Backlnkaufbau dienen.

Und nun, zumal es hier doch gerade um Kommentare geht, die Frage an Sie: Sollten Blogger ihren Lesern die Möglichkeit zu Kommentaren bieten? Haben Sie selbst einen Blog? Wenn ja, wie handhaben Sie das mit den Kommentaren?

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Kommentare: 10
  • #1

    Andreas Felis (Montag, 15 Juli 2013 21:14)

    Hallo Huberta,
    na dann,... lass uns die Diskussion über Sinn oder Unsinn der Kommentarfunktion mal ins Rollen bringen!
    Wie schon auf FB erwähnt:
    1. Was ich hier in Deutschland immer wieder bedaure ist, dass auf vielen Blogs links zur Webseite des Kommentierenden auf "no follow" gestellt sind (Wordpress Standard). - Ich nutze auf meinem Blog die Plugins: "Do follow", "CommentLuv" und "Comment Reply Notification" - Scheint aber niemand zu wissen, was dahinter steckt. - Wird jedenfalls nur 1* / Schaltjahr genutzt. - Und das dann eher von Leuten, die auf Teufel komm' raus einen link zur eigenen Seite setzen wollen (=Spam). - Vielleicht finde ich zu diesem "do follow" / "no follow" noch irgendwo einen Beitrag, der ausführlicher darüber informiert. - Erinner' mich dran'!
    2. Möchte Google in Zukunft nicht so was wie 'nen Author Rank einführen? Sprich: Es soll in Zukunft für die Suchergebnisse einen Unterschied machen, ob Mr. Nobody oder ein bekannter Author einen Artikel schreibt. - Das wäre dann noch ein Grund, auf dem ein oder anderen Blog einen Kommentar zu schreiben.

  • #2

    Ilse Maria Lechner (Dienstag, 16 Juli 2013 07:20)

    Guten Morgen Huberta,
    ich selbst bin durchaus für die Kommentarfunktion auf Blogs und hab sie auch aktiviert. Schließlich sind Kommentare ja auch ein Hinweis, dass ein Blog lebt. Ich freue mich auch immer über die Interaktion.

    Ich kann aber verstehen, dass es Menschen gibt, die sich dieser Interaktion nicht aussetzen wollen. Schließlich nutzen viele Blogger den Blog auch als Homepage. Vielleicht befürchten sie viel Zeit aufwenden zu müssen; denn unbeantwortete Kommentare sind noch schlechter als gar keine.

    Unter deinen Punkten finde ich die Aussage:
    "Aus Kommentaren können interessante Kontakte entstehen. Die Kommentarmöglichkeit dient also auch dem Networking!",
    besonders interessant.
    Der Blog als Networkinginstrument. So habe ich es noch nie gesehen. Danke für diese Inspiration.

  • #3

    Huberta Weigl (Dienstag, 16 Juli 2013 10:07)

    Lieber Andreas,

    dann kann man nur alle Wordpress-Nutzer dazu ermuntern, ihren Blog samt Kommentarfunktion vernünftig einzurichten.
    Zum Thema Autor-Ranking: Bin mir nicht sicher, ob ein Zweiklassen-System (das wäre es doch?) Sinn macht. Aber Experten können ja bei sich einen Blog-Artikel schreiben und den dann gerne posten - auch hier! Wenn es wirklich passt, dann immer gerne.

    Herzlichen Gruß
    Huberta

  • #4

    Huberta Weigl (Dienstag, 16 Juli 2013 10:13)

    Liebe Ilse,

    danke für deinen Kommentar! :)
    Klar, Kommentare gehören beantwortet. Sollte wirklich sehr viel auf einem Blog kommentiert werden, muss der Blogbetreiber meiner Meinung nach nicht auf jeden einzelnen Kommentar eingehen. Das ist ja auf Facebook auch nicht anders. Wenn es da zu einem Posting 100 Kommentare gibt, schafft man es als Seitenbetreiber auch nicht, auf jeden Kommentar zu antworten.

    Herzlichen Gruß
    Huberta

  • #5

    Andreas Felis (Dienstag, 16 Juli 2013 21:08)

    Hallo Huberta,
    sodele,... habe ein wenig recherchiert und ein paar gute Artikel zu den Themen:
    1. "do follow" vs. "no follow" und
    2. "Author Rank" gefunden :-)
    zu do follow:
    a) http://eckendenker.de/computer/wordpress/dofollow-oder-nofollow
    b) http://www.couchcat.de/3947/dofollow-nofollow-was-ist-der-unterschied-und-wie-wird-es-eingesetzt/
    und zu Author Rank:
    a) http://de.onpage.org/blog/authors-onpage-org-prasentiert-ein-neues-tool-zur-autorenrecherche
    b) http://www.seo-trainee.de/google-authorship-markup-und-author-rank-eine-einfuehrung/

    Zum Thema Autor Rank möchte ich noch anmerken dass es sicherlich 2 Klassen von Autoren gibt. - Jemand, der zum Beispiel für eine Zeitung täglich Artikel schreibt, wird da einen ganz anderen Rank erzielen als jemand, der nur gelegentlich zu einem Thema schreibt. Ich finde es dennoch interessant, dass man anhand des Autor Ranks nach echten Koryphäen eines Fachs suchen kann :-)
    Do follow / no follow... da scheiden sich wohl die Geister und Google hat's auch schon gemerkt, dass nicht jeder no-follow link als potentieller Spam zu betrachten ist. - Normalerweise schaltet man einen Kommentar ja erst nach Durchsicht frei und allein das macht den link wertvoll :-)
    LG
    Andreas

  • #6

    Huberta Weigl (Dienstag, 23 Juli 2013 13:03)

    Lieber Andreas,

    vielen Dank für deine absolut lesenswerten Hinweise bzw. Links!

    Herzlichen Gruß
    Huberta

  • #7

    Torben (Sonntag, 01 Juni 2014 06:04)

    Ich finde auch, dass gerade die Kommentare den Blog zu dem machen, was er ist. Eine Plattform um sich auszutauschen und seine Meinung zu äußern.

  • #8

    Alexander Liebrecht (Dienstag, 14 Juni 2016 14:58)

    Selbstverständlich dürfen meine Stammleser und Blogbesucher auf meinen Blogs deren Feedback hinterlassen. Ich strebe danach und das wird so gehandhabt. Ich möchte auch das Netzwerken untereinander etwas unterstützen und gehe selbst regelmässig auf andere Blogs, lese die Artikel und hinterlasse sinnvolles Feedback. Gründe für die Kommentaraktvierung hast du schon genannt und ich treffe immer noch auf Blogs, wo Artikel, die älter als ein Jahr sind, keine Kommentaraktivierung mehr erfahren, warum auch immer. Es ist einfach schade um die informativen Inhalte.

    Feedback geben und Feedback erhalten kann sehr motivieren und so machen das Netzwerken, das Gemeinschaftsgefühl, Spass und du wirst weiterhin Lust zum Bloggen haben. Ausserdem gibt es oft in den Kommentaren nützliche Hinweise, Linkverweise auf themen-relevante Inhalte anderer Blogs, die den eigenen Artikel nochmals ergänzen. Das sollte man doch einfach mitnehmen und den Lesern danken.

    Spam wird gelöscht und ich habe auch viel manuellen SEO-Spam, wo ich ganz klar mich dagegen entscheide. Da ich fast nur doFollow-Blogs besitze, müssen alle sich an dieselben Regeln des Kommentierens halten und mir keine Keywords unterjubeln. Das geht gar nicht :-)

  • #9

    Huberta Weigl (Dienstag, 14 Juni 2016 16:37)

    Lieber Alexander,

    vielen Dank für dein Inputs, hier und bei den anderen Artikeln.
    Bitte hab Verständnis, dass ich bei der Anzahl an Kommentaren nicht auf jeden im Detail eingehen kann.

    Beste Grüße
    Huberta

  • #10

    sandra (Dienstag, 12 Juli 2016 21:54)

    Der Beitrag ist sehr gut gelungen , habe ein paar wertvolle tipps erhalten. danke