So

21

Jul

2013

Warum bloggen?

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Alexandra Steiner von GECKOweb hat zu einer Blogparade aufgerufen und ein paar spannende Fragen gestellt: Warum bloggen, zumal das doch allerhand Arbeit macht? Was motiviert uns Blogger? Wie sieht die Geschichte des Blogs aus? Wie hat sich der Blog entwickelt und wer liest überhaupt die Artikel? 

Zunächst einmal: In meinem Blog dreht sich alles um das Schreiben im Studium und im Beruf. Die Artikel wenden sich also einerseits an Studenten und andererseits an alle, die im Job Texte schreiben (E-Mails, Newsletter, Texte für die Website oder einen Blog etc.) – dementsprechend breitgefächert ist auch meine Leserschaft.

Meine Gründe fürs Bloggen

Ich blogge noch nicht allzu lange, bin inzwischen aber voll und ganz in das Thema Bloggen eingestiegen! Meinen ersten Blog-Artikel habe ich letztes Jahr im Juni geschrieben (Thema: Die Website & das "Über mich"). Kurz davor habe die Schreibwerkstatt gegründet und die Website aufgesetzt. Mir war von Beginn an klar, dass ich auf der Website auch bloggen wollte. Ich hatte richtig Lust auf das Projekt "Blog"! Warum?

Wissen weitergeben bzw. teilen

Zunächst einmal macht es mir Freude, Wissen weiterzugeben (ich komme ja aus der universitären Lehre und halte zudem seit mehreren Jahren Schreib-Workshops). "Wissensvermittlung" ist mir ein großes Anliegen, wobei ich die Herausforderung, komplexes Wissen verständlich aufzubereiten, besonders mag.

Die Möglichkeit, nun auch im Web Wissen weitergeben bzw. teilen zu können, hat mich von Beginn an sehr gereizt. Zum einen gehorcht das Schreiben für das Web eigenen Gesetzen. Es ist eine besondere Herausforderung: Wer keinen interessanten Inhalt liefert und seine Gedanken nicht klar formuliert, wird nicht gelesen. Nirgends ist der Leser so schnell wieder weg wie im Web! Zum anderen erhält man als Blogger sehr rasch Feedback. Kaum ist der Artikel raus, ist oft schon der erste Kommentar da, wobei ich momentan die Erfahrung mache, dass die Artikel auf Social Media, insbesondere Facebook, wesentlich häufiger kommentiert werden als direkt im Blog. 

Wenn ich möchte, rund um die Uhr

In meinem Blog bin ich mein eigener Herr (bzw. meine eigene Frau). Wann immer ich eine Idee für einen Artikel habe, kann ich sie hier veröffentlichen. 24 Stunden am Tag steht mir mein Blog als Publikationsmedium zur Verfügung. Diese Freiheit schätze ich sehr. Wenn ich so nachdenke, hat das auch mit dem Wissenschaftsbetrieb zu tun, aus dem ich letztendlich komme. Inzwischen gibt es ja auch allerhand Wissenschaftsblogs, aber wer in einer renommierten Fachzeitschrift publizieren will, wartet oft lange auf das OK. Und dann wartet man als Autorin nochmals meist mehrere Monaten, bis das Ganze in Druck geht. Hier im Web, in meinem Blog, geht das hingegen ruckzuck. Herrlich! Und ja ... die Leser werden nach und nach mehr, was mich natürlich freut.

Der Blog als Marketinginstrument

Mein Blog dient mir als Marketingwerkzeug. Ich blogge gerne, aber ich blogge nicht aus Jux und Tollerei. Mein Blog ist ein Unternehmensblog (Corporate Blog), in dem ich mein Wissen teile bzw. verschenke. Meine Leser sehen, in welchen Bereichen ich kompetent bin und welchen Zugang ich zu bestimmten Fragen habe. Viele Leser beginnen, sich aufgrund der Artikel für mein Angebot zu interessieren. Aus manchen Lesern werden Multiplikatoren, indem sie anderen von der Schreibwerkstatt erzählen, aus anderen Lesern wiederum werden direkt Kunden. Wenn Sie mehr zum Thema "Wissen teilen" lesen möchten, empfehle ich übrigens das ausgezeichnete Buch von Kerstin Hoffmann mit dem Titel Prinzip kostenlos.

Der Blog bringt meine Website bei Google nach vorne

Tja, und schließlich ist Bloggen gut für SEO (Search Engine Optimization bzw. Suchmaschinenoptimierung). Wer auf seiner Website zu Themen bloggt, die sich um das eigene Geschäft drehen, und dann auch noch Artikel mit wertvollem Inhalt schreibt, optimiert die Seite automatisch für die Suchmaschinen. Die Blog-Artikel sorgen außerdem für eine laufende Aktualisierung der Website, und das führt wiederum dazu, dass die Seite bei Google gut gerankt wird. Dank meines Blogs bin ich bei manchen Suchbegriffen auf www.google.at auf Seite 1.

Fazit: Spaß und Business – beides gehört für mich zum Bloggen dazu!

Würde mir das Bloggen keinen Spaß machen, würde ich es bestimmt nicht tun. Es gibt schließlich auch andere Wege der Kundengewinnung. Ich würde daher auch niemanden raten, nur für die Kundenakquise zu bloggen. Erstens ist der Zeitaufwand doch beträchtlich und zweitens besteht die Gefahr, dass einem irgendwann die Luft ausgeht (sei es, weil das Geschäft schlecht oder auch besonders gut läuft oder weil man einfach keine Lust mehr hat). Und ein Blog lebt von regelmäßigen Beiträgen.

Postscriptum

Der Blog der Schreibwerkstatt ist nicht mein einziger Blog: Ich blogge auch auf der Website zu meinem Buchprojekt, der Monografie über den Barockbaumeister Jakob Prandtauer (da wird sich in den nächsten Wochen wieder mehr tun, weil ich jetzt im Sommer endlich wieder Zeit für das Buch habe). 


Im Herbst starte ich mit Blogger-Workshops. Der erste Kurs wendet sich an alle, die mit dem Bloggen anfangen wollen, aber nicht wissen, wie sie das Projekt "Blog" am besten anpacken sollen. 

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Die Workshops sind eine gute Möglichkeit, wenn Sie sich in kurzer Zeit zu einem speziellen Thema Wissen aneignen und/oder ein Schreibprojekt (Blog, Website, Uni-Arbeit etc.) voranbringen möchten.

Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    Tanja Praske (Dienstag, 23 Juli 2013 09:19)

    Liebe Huberta,

    ein klasse Beitrag zur Blogparade! Gerade die Diskussion bloggen ja oder nein entflammt stets. Für dich, mich und vielen anderen Bloggern ist die Antwort eindeutig. Deine Offenheit finde ich erfrischend. Aktuell wird disputiert, ob Technik Startups bloggen sollten und was der Benefit davon ist. Hm ... sie bräuchten einfach nur hier nachlesen, dann dürfte es klar sein.

    Der Punkt mit dem Wissenschaftsbetrieb gefällt mir ebenso. Denn de facto besteht nun keine Abhängigkeit mehr von Personen bzw. Umsetzungen, die eigenen Forschungsergebnisse für eine größere Öffentlichkeit ad hoc in den Ring zu werfen. Auch hier wird noch pro und contra disputiert.

    Mir kam dein Blog viel älter vor. Weiter so!

    Herzliche Grüße
    Tanja

  • #2

    Huberta Weigl (Dienstag, 23 Juli 2013 12:50)

    Liebe Tanja,

    danke für deine positive Rückmeldung. Ich wiederum bin vor ein paar Tagen über die Blogparade und deinen Beitrag dazu auf deine Website gestoßen. Dort habe ich festgestellt, dass uns verschiedene Dinge, darunter das Interesse für die neuen Medien und die Kunstgeschichte, verbinden. Danach habe ich deine Blog-Artikel gleich via Feed abonniert! :)) Lass uns in Kontakt bleiben!

    Herzlichen Gruß
    Huberta

  • #3

    Lars Hahn (Montag, 05 August 2013 10:49)

    Klasse! Wenn mich ab sofort jemand fragt, warum ich blogge, verweise ich auf diesen Artikel. ;-)

    Im Ernst: Genau die Mischung aus Business und Spaß macht für mich die Faszination vom Bloggen aus. Und dass der leicht exhibitionistische Hang zum Wissen teilen dazu gehört, ist sowieso klar.

  • #4

    Marc (vom Elternblog) (Donnerstag, 08 August 2013 10:54)

    Hallo! Na, das sind tolle Gründe zum Bloggen; und viele davon treffen besonders auf uns Eltern zu: Egal wann - ja, das ist ideal, wenn man sich auf die Schlafphasen des Kinds einstellen kann. Wissen weitergeben - ja, das tun Eltern eben auch. Und das auch gern in Blogs; wir moderne Eltern machen Erfahrungen, die keine Elterngeneration vor uns machen konnte. Und die müssen natürlich auch besprochen werden.

  • #5

    Alexander Liebrecht (Dienstag, 14 Juni 2016 14:48)

    Puh...noch ein lesenswerter Blog-Post, dem ich zustimmen kann. Bei mir ist es so, dass das Bloggen mein Hobby ist und ich möchte auch mein Wissen und meine nach 10 Jahren als Blogger gesammelten Erfahrungen einfach weitergeben, wie du sagst - verschenken. Das ist nicht so tragisch und ich teile mein Wissen gerne. Seit drei Jahren befasse ich mich mit den OpenSource CMS und blogge auf Internetblogger.de zahlreiche CMS-Erfahrungsberichte.

    Natürlich muss ich im Vorfeld alles testen, installieren, dokumentieren, aber diese Art der Tätigkeit im Internet fasziniert mich und motiviert zugleich. Manch ein Blogger muss so und so viel Geld mit dem Blog verdienen. Ich nehme zwar auch etwas ein, aber die Hauptbeweggründe für das Blog liegen in dem Hobby, Spass am Schreiben zu haben, Wissen zu teilen, der gegenseitigen Kommunikation unter gleichgesinnten Bloggern und Bloggerinnen.