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02

Okt

2013

So formatieren Sie Ihre Bachelorarbeit oder Masterarbeit

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Ich merke, dass viele Studenten sich allerhand Gedanken bzw. Sorgen machen, wenn sie ihre Bachelorarbeit oder Masterarbeit formatierenWelche Schrifttype bzw. Schriftgröße soll ich verwenden? Welchen Zeilenabstand soll ich nehmen? Wie breit sollen die Seitenränder sein? Soll ich im Blocksatz oder linksbündig schreiben? Das sind die häufigsten Fragen, die mir gestellt werden.


Bevor ich auf das Thema Formatierung näher eingehe, eine kurze Bemerkung: Grundsätzlich sollten Sie sich an die Regelungen Ihrer Uni bzw. Ihres Instituts halten. Nur wenn es keine Vorgaben gibt, kommt Plan B, also meine Tipps, zum Zug!

Schriftgröße, Schrifttype und Zeilenabstand

Es ist üblich, den Fließtext in 12 Punkt zu setzen und die Fußnoten in 10 Punkt. Für den Fließtext verwendet man in der Regel einen Zeilenabstand von 1,5, für die Fußnoten einen Zeilenabstand von 1.

Welche Schriftart Sie wählen, bleibt Ihnen überlassen. Nehmen Sie aber auf jeden Fall eine gängige Schriftart für Ihre Bachelorarbeit oder Masterarbeit, zum Beispiel Arial, Calibri oder Times New Roman. Times New Roman ist übrigens eine Serifenschrift. Bei dieser Schrift haben die Buchstaben am Ende kleine "Füßchen". Wenn ein Text letztendlich dann auf Papier gelesen wird, empfiehlt sich die Verwendung einer Serifenschrift. Das Auge ermüdet bei dieser Schriftart weniger schnell. Für Texte, die am PC gelesen werden, sollten Sie hingegen eine serifenlose Schrift benutzen.

Blocksatz oder Flattersatz?

Wenn ich gefragt werde, ob denn Blocksatz oder Flattersatz (ein linksbündig gesetzter Text) besser ist, lautet meine Antwort immer: Blocksatz. Warum? In einem Text, der im Blocksatz gesetzt ist, sind alle Absätze gut zu erkennen. Wenn Sie linksbündig schreiben, wird manch ein Absatz überhaupt nicht zu sehen sein, und Absätze sind eine wichtige Verständnishilfe für den Leser.

Seitenränder

Die Seitenränder können Sie ruhig so lassen, wie Word sie eingestellt hat, nur links geben Sie evtl. einen halben Zentimeter dazu, damit Sie für die Bindung genug Platz haben.

Mogeln Sie bei der Formatierung Ihrer Bachelorarbeit oder Masterarbeit nicht!

Immer wieder versuchen Studenten ihre Arbeit länger wirken zu lassen als sie ist. Zu diesem Zweck wählen sie eine von der Norm (12 Punkt) abweichende Schriftgröße oder verändern die Seitenränder (ich hatte einmal eine Diplomarbeit in Händen, bei der die Seitenränder so breit waren, dass sie optisch mehr einem Gedicht als einer wissenschaftlichen Arbeit geähnelt hat). Auch das Einfügen von unnötig viel Zwischenräumen ist eine gängige Methode, um eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit zu strecken.

Mein Tipp: Lassen Sie das! Mogeln Sie nicht. Ihr Gutachter sieht, dass Sie ihn täuschen wollten, und das macht sich nicht gut. Wer regelmäßig Abschlussarbeiten liest, sieht solche Schwindeleien sofort. Lehrenden würde ich übrigens raten, keine Seitenzahlen, sondern Zeichenzahlen (inkl. Leerzeichen) vorzugeben, dann erübrigen sich solche Mogeleien bei der Formatierung einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit von selbst.

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Kommentare: 8 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Carsten Todt (Donnerstag, 17 Oktober 2013 21:43)

    Manchmal ist weniger mehr. Ich denke, hier greift dieser Leitsatz. Was in der Arbeit steht, und wie sie später präsentiert wird, ist wichtiger. Die Formatierungen müssen passen, aber es gibt wichtigeres.

  • #2

    Huberta Weigl (Freitag, 18 Oktober 2013 09:50)

    Lieber Herr Todt,
    da bin ich ganz Ihrer Meinung.
    Herzlichen Gruß
    Huberta Weigl

  • #3

    Alexander (Mittwoch, 18 Februar 2015 21:13)

    Danke für die Tipps, vor allem bei der Schriftart war ich mir unsicher! :)

  • #4

    Huberta Weigl (Mittwoch, 18 Februar 2015 21:23)

    Gerne!

    Herzlichen Gruß
    Huberta Weigl

  • #5

    Jérôme Carrard (Samstag, 30 April 2016 19:25)

    12 Pkt und 1,5 Zeilenabstand? Ist das nicht schon "mogeln"?

  • #6

    Huberta Weigl (Sonntag, 01 Mai 2016 09:04)

    Lieber Herr Carrard,

    die meisten Unis geben das so vor. Wenn man die Schrift kleiner setzt und/oder den Abstand enger, tun sich Lehrende mit der Korrektur schwerer. Sie brauchen ja Platz, um Dinge anzumerken. Hinzu kommt, dass viele Unis als Umfang auch gar keine Seitenzahl vorgeben, sondern Zeichen inkl. Leerzeichen - ein Mogeln im Hinblick auf den Umfang ist da gar nicht möglich.

    Beste Grüße
    Huberta Weigl

  • #7

    Roman Li (Samstag, 21 Mai 2016 13:33)

    12 Pkt und 1,5 Zeilenabstand ist eine gewöhnliche, wissenschaftliche Formatierung.

  • #8

    Huberta Weigl (Samstag, 21 Mai 2016 21:24)

    Genau.

    Viele Grüße
    Huberta Weigl