Mo

29

Jun

2015

10 Tipps für gute Onlinetexte

Ein Gastartikel von Daniel Knoflicek

glühbirnen

Onlinetexte werden anders gelesen als gedruckte Texte. In der Regel hat es der Leser eilig oder liest den Text sogar nur, um Zeit zu überbrücken – beim Warten auf die U-Bahn, zum Beispiel. Wenn Sie also möchten, dass Ihre Website, Ihre Blogartikel etc. tatsächlich gelesen werden, sollten Sie verschiedene Punkte beachten.

Der Weg zu guten Onlinetexten

1. Berücksichtigen Sie das Prinzip der umgekehrten Pyramide.

Im Journalismus wird das Prinzip der umgekehrten Pyramide schon lange eingesetzt. Um den Spannungsbogen hoch zu halten, wird dabei mit dem Kern der Aussage begonnen. Hintergründe und Einzelheiten werden erst am Ende des Textes aufgegriffen.

2. Wer, was, wann, wo?

Behalten Sie diese Fragen im Hinterkopf, wenn Sie schreiben, und beantworten Sie sie, so gut es geht. Es ist zudem sinnvoll, Überschriften auch einmal als Frage zu formulieren.

3. Texten Sie einen Teaser.

Beginnen Sie Ihren Onlinetext mit einem spannenden Teaser, der alle wichtigen Informationen in komprimierter Form beinhaltet. Wenn der Teaser zwei bis drei Sätze lang ist, genügt das völlig. Fast alle Onlinetageszeitungen sind so aufgebaut: Jeder Artikel wird mit einem Teaser präsentiert und wer mehr lesen möchte, muss den Artikel anklicken.

4. Schreiben Sie kurze Sätze.

Sätze in Onlinetexten sollten nicht viel mehr als 15 bis 20 Wörter umfassen. Wenn Sie Mammutsätze schreiben, besteht die Gefahr, dass die Leser von Ihrem Onlinetext abspringen. Im Web sind Leser besonders ungeduldig. Dem sollten Sie Rechnung tragen.

5. Gehen Sie sparsam mit Fett- oder Kursivdruck um.

Natürlich ist es sinnvoll, die eine oder andere Textpassage optisch hervorzuheben, zumal Ihre Leser den Text zuerst oft überfliegen ("scannen"), bevor sie ihn genau studieren. Zu viel Kursiv- oder Fettgedrucktes ist jedoch hinderlich für die Lesbarkeit Ihres Onlinetextes.

6. Strukturieren Sie Ihren Text und machen Sie Absätze.

Da Onlinetexte in der Regel nur gescannt werden, sollten Sie Ihre Texte mit Hilfe von Überschriften und Absätzen gut strukturieren. Arbeiten Sie auch mit Bulletpoints, Tabellen, Illustrationen und Schaubildern. So findet der Leser schneller die Information, die er sucht.

7. Schreiben Sie aktiv.

Wenn Sie Ihre Texte aktiv formulieren, wird Ihr Text lebendiger. Lingulab und Copyscape unterstützen Sie dabei (beide Tools helfen auch bei der Suchmaschinenoptimierung und beim Auffinden von doppeltem Content, den Google ja nicht schätzt).

8. Schreiben Sie Texte für Ihre Leser, nicht für Google.

Suchmaschinenoptimierung ist ein wichtiges Thema und Keywords sollten definitiv berücksichtigt werden. Vergessen Sie jedoch nicht, dass Sie Ihre Texte in erster Linie für Ihre Leser schreiben.

9. Sprechen Sie die Leser direkt an.

Vermeiden Sie emotionslose Formulierungen wie „man“. Entscheiden Sie sich entweder für die „du“- oder für die „Sie“-Ansprache und bleiben Sie dann auch dabei.

10. Reden Sie nicht lange um den heißen Brei herum.

Facts, Facts, Facts!

That’s it! Meiner Meinung nach sind gute Onlinetexte wesentlich einfacher zu verfassen als gute Printtexte. Beachten Sie diese 10 Regeln und es kann nichts schiefgehen.

Über den Autor

foto von daniele knoflicek

Nach seinem Informatikstudium hat Daniel Knoflicek zunächst an mehreren Webprojekten für große Firmen wie Connect Austria, Telekom A1 und Herold gearbeitet. Anschließend hat er einen Masterlehrgang zum Thema „Online-Media-Marketing“ absolviert. 2012 gründete er die Webagentur SLIDEBIRD WEBSERVICES. Die Agentur hat sich auf Webentwicklung, Webdesign und Suchmaschinenoptimierung spezialisiert und seit ihrer Gründung bereits für mehr als 120 Kunden Projekte umgesetzt.

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Abbildungsnachweis:

Oben: Shutterstock.com: Bildnummer: 162520409, Urheberrecht: Chones
Unten: Daniel Knoflicek

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Kommentare: 1
  • #1

    Alex L (Freitag, 12 August 2016 14:23)

    Hallo Daniel,
    vielen Dank für diese Tipps und sie setze ich bereits um. Ich denke, dass ich damit richtig liege. Noch vor 3 Jahren machte ich mir aus irgendeinem Grund keinerlei Sorgen um Überschriften und Zwischenüberschriften. Ich bloggte damals einfach so wie es mir lieb war. Heutzutage muss alles optimiert werden ich arbeite stets an mir, um ein besserer Blogger zu werden. Sicherlich schlummert in jedem Blogger noch etwas Verbesserungspotential und solche Tipps wie oben helfen, sich daran zu entsinnen, was alles besser gemacht werden kann.

    Dass die Blogleser die Texte nur scannen, ist mir inzwischen auch mehr als bewusst. Wenn es so ist, dann muss ich mich auch an diese neue Situation im Blog anpassen. Das lässt sich bewerkstelligen, würde ich meinen.