Mein Buchprojekt

cover des prandtauer-buches

Derzeit arbeite ich an einem 700 Seiten starken Monografie über den Barockbaumeister Jakob Prandtauer (1660–1726), die Mitte 2016 Michael Imhof Verlag erscheinen wird.

In dem Buch wird erstmals das gesamte Werk Jakob Prandtauers vorgestellt. Es ist mir ein Anliegen, ein möglichst lebensnahes Bild des Baumeisters zu geben.

Ausgehend von Archivstudien rücken daher immer wieder die – oft ziemlich eigensinnigen – Auftraggeber und natürlich der Baubetrieb ins Blickfeld (von der Bauabwicklung bis zum Streit am Bau).

 

Zudem wird es in dem Buch um "Networking" in der Barockzeit, um Kommunikation, um Reisen und viele andere Fragen gehen, die Baumeister und Bauherren beschäftigt haben.

Warum ich dieses Buch schreibe

2002 habe ich über die Klosteranlagen Jakob Prandtauers promoviert (die Dissertation wurde 2002 mit dem Franz-Stephan-Preis ausgezeichnet). Am Anfang der Arbeit an meiner Dissertation stand die Idee, eine vollständige Monografie zu schreiben, also das gesamte Leben und Werk des Baumeisters zu behandeln. 

 

Dieses Unterfangen hat sich nach und nach als nicht realisierbar herausgestellt. Parallel zur Promotion (für die mir vier Jahre zur Verfügung standen) hatte ich eine Assistentenstelle an der Universität Wien und war zeitlich sehr gefordert.

Porträt Jakob Prandtauers (Ausschnitt), Foto: Günter Prinesdom © by Stift Melk
Porträt Jakob Prandtauers (Ausschnitt), Foto: Günter Prinesdom © by Stift Melk

Den Entschluss, die Dissertation auf einige wenige Klosterbauten zu konzentrieren, habe ich verhältnismäßig spät gefasst (oft denkt man ja, das Unmögliche möglich machen zu können ...). Als ich die Entscheidung getroffen habe, die Arbeit einzuschränken, hatte ich aber bereits sehr viel Material zusammengetragen und umfangreiche Archivstudien betrieben. Als dann meine Stelle an der Universität ausgelaufen ist und ich das ganze Material gesichtet habe (es waren 40 Ordner!), habe ich beschlossen: "Das habe ich nicht alles umsonst gemacht!"

 

So habe ich mich also entschieden, das Projekt doch zu Ende zu führen und natürlich zum Druck zu befördern. Ich freue mich jetzt schon auf die Buchpräsentation, die es bestimmt geben wird – der Prandtauer will gefeiert werden!