Machen Sie sich am besten gleich zu Beginn Ihres Schreibprojektes bzw. Ihres Studiums mit den wichtigsten Bibliotheken vertraut. Nutzen Sie das Schulungsangebot, das die einzelnen Bibliotheken
anbieten. Nehmen Sie beim ersten Besuch einen Personalausweis, einen Studentenausweis (falls vorhanden) sowie einen Meldezettel mit und lösen Sie einen Benutzerausweis.
Nutzen Sie auch Präsenzbibliotheken. Das sind Bibliotheken, in denen Sie die Möglichkeit haben, selbst in den Bücherregalen zu recherchieren (z.B. die Bibliotheken der
Universitätsinstitute).
Falls Sie studieren: Kaufen Sie zu Beginn des Studiums lieber nur Bücher, die Ihnen in Lehrveranstaltungen als grundlegend empfohlen werden. Da man sich im Fach am Anfang noch nicht gut auskennt,
besteht die Gefahr, dass man voreilig Bücher kauft, die man später nie wieder benutzt (ich spreche aus Erfahrung ☺).
Befreien Sie sich von der Idee, dass Sie zu Ihrem Thema, die Literatur auch nur annährend vollständig käuflich erwerben können. Studierende und Hobbyforscher meinen manchmal, sich auf diese
Weise, Bibliotheksbesuche ersparen zu können. Das ist aber leider nicht möglich.
Als Einstieg benutzen Sie Lexika und Überblickswerke. Darüber hinaus sollten Sie eine Schlagwortsuche in den verschiedenen Online-Ressourcen durchführen (Achtung: Google ist für die
Literaturrecherche nicht das Mittel der ersten Wahl!).
Bevor Sie in einem der vielen OPACs nach Literatur suchen, sollten Sie sich informieren, was der betreffende OPAC leistet, also welche Literatur hier überhaupt erfasst ist.
Beginnen Sie immer mit der Lektüre der grundlegenden und / oder neuesten Literatur. Jede wissenschaftliche Publikation bietet im Anhang eine detaillierte Literaturliste, die Ihnen als
Ausgangspunkt für weitere Recherchen dienen kann (Schneeballprinzip).
Unter selbständigen Publikationen versteht man eigenständige Werke, die eine Materialeinheit darstellen. Sie wurden von einem oder mehreren Autoren verfasst und/oder von einem oder mehreren Herausgebern bzw. einer Institution publiziert. Beispiele für selbständige Publikationen sind Monographien, Diplomarbeiten, Dissertationen, Lexika, Kataloge, Zeitschriften, Journale, Jahrbücher, Forschungsberichte – jeweils in ihrer Gesamtheit.
Beispiel:
Franz Eppel, Die Wachau. Nibelungen- und Strudengau. Ihre Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen, Salzburg 1968
Bei unselbständiger Literatur handelt es sich um einen Teil einer selbständigen Publikation. Auch unselbständige Literatur verfügt oft über einen oder mehrere Autor/en bzw. Herausgeber. Beispiele
für unselbständige Publikationen sind ein Zeitschriftenartikel, ein Sammelband- oder ein Lexikonbeitrag.
Beispiel:
Bernd Euler-Rolle, Wege zum „Gesamtkunstwerk“ in den Sakralräumen des österreichischen Spätbarock am Beispiel der Stiftskirche von Melk, in: Zeitschrift des deutschen Vereins für
Kunstwissenschaft 43, H. 1,1989, 25–48
Haben Sie zwei Punkte besonders im Auge:
1. Eine vollständige Bibliographie zu einem Thema beinhaltet niemals nur selbständige, sondern immer auch unselbständige Publikationen.
2. Bei unselbständigen Publikationen müssen Sie in Ihrer Bibliographie die gesamte Seitenzahl des Beitrags angeben (siehe das letzte Beispiel: 25–48).
Meta-Suchmaschinen:
Virtueller Katalog Karlsruhe
Österreichischer Bibliothekenverbund
Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB)
Am besten lösen Sie gleich eine Jahreskarte. Sobald Sie diese in Händen halten, können Sie bis zu zehn Bücher pro Lesesaal von zu Hause aus bestellen. Die Bücher liegen dann nach wenigen Stunden
für Sie bereit. Beachten Sie bitte die Hinweise für Erstbenutzer.
Universitätsbibliothek Wien (UB)
Nehmen Sie einen Studentenausweis und einen Meldezettel beim ersten Mal mit, um einen Entlehnausweis zu lösen.
Städtische Bücherei (Wien)
Tipp: Hier gibt es auch ein interessantes Angebot an virtuellen Medien.
Weitere wichtige Bibliotheken in Wien (Auswahl):
Bibliothek der Arbeiterkammer Wien
UB der TU Wien
UB der WU Wien
UB der Medizinischen Universität Wien
Behalten Sie auch die Bibliotheken der einzelnen Universitätsinstitute im Auge. Die neueren Bestände sind in der Regel im OPAC der jeweiligen UB erfasst (bitte besuchen Sie die Websites der einzelnen Institute und informieren Sie sich im Detail).
Die hier zusammengestellten Informationen finden Sie auch als pdf unter den Downloads.