Lehre (Universität und FH)

Mi

18

Jan

2017

Wissenschaft und Mobilität: Von Wien über die USA nach Kanada. Ein Interview mit der Kunsthistorikerin Eva Struhal

foto von eva struhal

Ende Dezember war die Kunsthistorikerin Eva Struhal bei mir in der Schreibwerkstatt zu Besuch, wo wir uns über ihren beruflichen Werdegang unterhalten haben.

Eva Struhal hat in Wien Kunstgeschichte studiert und ist mittlerweile Professorin an der Universität Laval in Québec (Kanada).

In dem Interview erzählt sie von ihrem Weg als Wissenschaftlerin, für den Mobilität eine wichtige Voraussetzung war. In dem Interview kommen wir auch auf die verschiedenen Wissenschaftssysteme in Österreich, den USA und Kanada zu sprechen. Und natürlich geht es auch um die universitäre Lehre und das wissenschaftliche Schreiben.

Play-Button zum Interview
Klicken Sie auf den grünen Button, um das Interview zu hören. Dauer: 58 Minuten.

Links zum Interview

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Mi

11

Jan

2017

Was Universitäten gegen Ghostwriting tun können

Auslage mit Croissants

Wenn man Zeitungsartikel zum Thema akademisches Ghostwriting liest (zum Beispiel hier), scheint es, als gäbe es keine Handhabe dagegen. Das sehe ich anders. – Ghostwritern kann man das Handwerk nicht legen, denn ihre Dienstleistung ist (leider) legal. Und wenn der Ghostwriter gute Arbeit geleistet hat, kann man allein anhand der Uni-Arbeit nicht nachweisen, dass der/die Studierende den Text nicht selbst verfasst hat. Meiner Meinung nach gibt es aber einen Weg aus dem Dilemma, und der heißt: reden.

Die Lösung gegen Ghostwriting heißt "Miteinander reden"

Sobald man als Lehrende bzw. Lehrender nachfragt, wird in der Regel rasch klar, ob der/die Studierende seine/ihre Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation selbst verfasst hat oder nicht. Damit das Gespräch seinen Sinn und Zweck nicht verfehlt, sollte es natürlich nicht nur um die Thesen bzw. den Inhalt der Arbeit gehen, sondern stichprobenartig vor allem auch um die verwendete Literatur und die dort vertretenen Ansichten.

Bei der Zahl an Studierenden, die Lehrende meist zu betreuen haben, wird ein derartiges Prüfungs- bzw. Nachhakgespräch im Falle von Hausarbeiten wohl nur selten möglich sein. Und bei Dissertationen ist ein Prüfungsgespräch (Defensio) inzwischen meist üblich. Dazwischen liegen die Bachelor- und die Masterarbeiten.

Nach dem Abschluss dieser Arbeiten ein kurzes Gespräch mit den Autorinnen und Autoren zu führen, um zu sehen, ob sie mit der Materie samt der zugrunde liegenden Literatur auch tatsächlich vertraut sind, halte ich für eine sinnvolle Option, um Wissenschaftsbetrug aufzudecken.

 

Ghostwritern und Studierenden, die sich ihren akademischen Grad erschwindeln, gehört das Handwerk gelegt  – auch im Sinne der Fairness gegenüber all jenen Studierenden, die sich mit ihren Arbeiten plagen, sehr viel Zeit investieren, ihre Abschlussarbeit aber selbst schreiben.

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hinweis auf den onlinekurs für studenten

Alternativen zum Ghostwriting

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So

31

Jul

2016

Wieder ein Evaluationsergebnis. Dieses Mal habe ich geschmunzelt!

Aus verschiedenen Gründen bin ich ein großer Fan von Evaluationen. Nun liegt das Evaluationsergebnis meiner zweitägigen Schreibwerkstatt an der Donau Universität Krems vor. Eine Studentin oder ein Student hat mich mit ihrem bzw. seinem Kommentar bei den offenen Antwortmöglichkeiten sogar zum Schmunzeln gebracht. Dort heißt es nämlich:

 

Frau Weigl reagierte souverän und flexibel auf die mangelnde Vorbereitung der Gruppe.

 

Tatsächlich hat zumindest am ersten Tag nichts so funktioniert, wie es geplant bzw. mit der Lehrgangsleitung vereinbart war, weil sich die Gruppe nicht vorbereitet hatte bzw. erst einmal noch ihre Hausarbeiten und nicht das Exposé für die Masterarbeit im Kopf hatte. Da hat nur eine spontane Umstellung des Programms geholfen. Es galt die Gruppe dort abzuholen, wo sie gerade stand, wo sie Hilfe benötigte. Und das hat letztendlich gut geklappt.

Fazit: 

  1. Spontaneität kann einen Workshop retten.
  2. Ohne Evaluationsergebnisse wäre mein Leben auf jeden Fall ärmer!  ;)
Evaluationsergebnis der Donau Universität Krems
Bildwissenschaften Juni 2016.pdf
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Do

09

Jul

2015

Die neuesten Evaluationsergebnisse sind da

Dieses Semester habe ich u.a. an der Universität Wien eine Lehrveranstaltung über das Stift Melk gehalten. Nun sind die Evaluationsergebnisse da. Und ja, ich freue mich über das Feedback, das die Studierenden mir hier gegeben haben.

Evaluation SS 2015.pdf
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Mo

03

Nov

2014

Was Sie tun können, wenn Ihre Studierenden Rechtschreibschwächen haben

rechtschreibung lernen, rechtschreibung verbesssern
Löcher stopfen: Unterstützen Sie Ihre Studenten dabei!

Vor einigen Monaten hat Hannah Bethke, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität  Greifswald, auf den Sprachnotstand an den Universitäten hingewiesen.

Studenten können keine Rechtschreibung mehr, so der Titel ihres Gastbeitrags in der "Frankfurter Allgemeinen".

In dem Artikel spricht Hannah Bethke nicht nur klare Worte, sie spricht vielen Lehrenden auch aus der Seele. Tatsächlich haben viele Studierende erhebliche Probleme mit der Rechtschreibung und der Grammatik. Seminar- und Abschlussarbeiten sind mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern oft richtiggehend gespickt. Das Lesen solcher Arbeiten ist nicht nur nicht erfreulich. Es ist eine Zumutung (Hannah Bethke).

 

Die Gründe für die schlechten Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse der Studierenden sind vielfältig. Ob junge Menschen heute tatsächlich weniger lesen oder ob sie vielleicht nur andere Textsorten lesen, sei hier dahingestellt. Auf jeden Fall verlassen viele junge Leute die Schule zwar mit der Matura in der Tasche, aber ohne ausreichende Kenntnisse in Rechtschreibung und Grammatik.

Jammern Sie nicht, sondern handeln Sie!

Bekanntlich nützt Jammern nur wenig. Auch Schuldzuweisungen an die Schulen, die ihrem Bildungsauftrag nicht gerecht werden, oder Klagen über das "böse Internet", das Schülerinnen und Schüler vom Lesen guter Bücher abhält, bringen nichts. Besser ist es, Sie handeln und unterstützen Ihre Studierenden beim Stopfen ihrer Rechtschreiblücken.

(Selbst-)Einstufung zu Beginn des Semesters

Lassen Sie die Studierenden in Ihrer Übung oder Ihrem Seminar gleich zu Beginn des Semesters einen kurzen Text schreiben (1–2 A4-Seiten genügen völlig), den Sie sorgfältig korrigieren. So können Sie die Rechtschreibkompetenz der einzelnen TeilnehmerInnen frühzeitig einstufen. Auf der Grundlage des Textes können Sie Studierenden mit Rechtschreibschwächen deutlich machen, dass sie aktiv werden müssen. Meiner Erfahrung nach stufen manche Studierende ihr Rechtschreibwissen nicht richtig ein oder bagatellisieren ihre Rechtschreibschwächen.

Sensibilisieren Sie Ihre Studenten für das Thema "Rechtschreibung"

Ich kenne Lehrende, die sich für bestimmte Themen schlichtweg als "nicht zuständig" erklären. Zu diesen Themen zählt auch die Vermittlung von Rechtschreibkompetenz. Tatsächlich ist es nicht die Aufgabe der Lehrenden, Studierenden Rechtschreibung beizubringen, allerdings gibt es auch keinen Grund, die Studierenden im Regen stehen zu lassen.

Man kann Studierende meiner Erfahrung nach für das Thema "Rechtschreibung" durchaus sensibilisieren. Das gelingt am besten, wenn man ihnen die Bedeutung von guten Rechtschreibkenntnissen nicht nur für den weiteren Verlauf des Studiums vor Augen führt, sondern ihnen vor allem deutlich macht, wie wichtig gute Rechtschreibkenntnisse auch für ihr späteres Berufsleben bzw. ihre Karriere sind. Dass ein zukünftiges Arbeitsumfeld (von den Vorgesetzten über die KollegInnen bis hin zu den KundInnen) von ihrer Rechtschreibung auf ihre Fachkompetenz (!) schließen wird, ist nur wenigen bewusst.

Zeigen Sie Lösungswege auf

Letztendlich sollten Sie Ihren Studierenden konkret aufzeigen, was sie tun können, wenn sie in der Rechtschreibung nicht sattelfest sind – und das ist doch eine Menge. Schauen Sie doch einmal in den Artikel >> So verbessern Sie Ihre Rechtschreibung! Hier finden Sie Tipps für Ihre Studierenden. Meiner Erfahrung nach ergreift ein Teil der Studierenden tatsächlich die Initiative und  holt das fehlende Wissen nach, oft sogar im Laufe des Semesters! 

 

 

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Welche Duden-Bände auf Ihrem Schreibtisch stehen sollten 

 

Abbildungsnachweis:

Pixabay, belu1004

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