Korrekturlesen: So läuft ein qualitätvolles Lektorat ab!

Notizblock mit Stiften

Wenn Sie sich zum ersten Mal für das Thema Korrekturlesen interessieren bzw. ein Lektorat in Auftrag geben möchten, stellen sich Ihnen vermutlich allerhand Fragen.

Hier finden Sie alle Informationen im Hinblick auf den Ablauf eines Lektorats, vom Einholen des Angebots bis zum fertig korrigierten Text. Sie werden sehen: Das Korrekturlesen zahlt sich aus! 

6 Schritte: Vom Einholen des Angebots bis zum fertigen Lektorat

Schritt 1: Angebot für das Korrekturlesen

Damit ich ein Angebot legen kann, benötige ich Ihren gesamten Text oder einen aussagekräftigen Auszug samt genauer Angabe der Zeichenzahl inkl. Leerzeichen (am besten als Worddatei). Ohne die Qualität Ihres Textes und den Textumfang zu kennen, kann ich kein Angebot legen. Bitte teilen Sie mir zudem Ihren Zeitplan mit, damit ich sehe, ob wir in dieser Hinsicht zusammenkommen.

Honorar

Einen Überblick über die Preise der Schreibwerkstatt finden Sie auf meiner Website. Wenn Sie die Normseitenzahl Ihres Textes mit den Normseitenpreisen auf meiner Website multiplizieren, erhalten Sie eine Vorstellung davon, wie hoch das Honorar für das Lektorat in etwa sein wird. Im Detail hängt das Honorar nicht nur von der Textmenge, sondern vor allem auch von der Qualität Ihres Textes ab.

 

Bitte haben Sie im Auge, dass meine beiden Lektorinnen sehr erfahren sind, exzellente Arbeit leisten und daher nicht zu Dumpingpreisen arbeiten, wie sie oft von Online-Lektoratsplattformen angeboten werden. Wenn Sie an einem qualitätvollen Lektorat interessiert sind, das aber natürlich auch seinen Preis hat (wir leben von unserer Arbeit), sind Sie in der Schreibwerkstatt richtig. 

Probelektorat

Bei Texten ab 100 Normseiten machen wir gern ein Probelektorat.

Was wir lektorieren

Wir lektorieren wissenschaftliche Manuskripte, Texte aus dem Werbe- und PR-Bereich (Websites, Flyer, Kundenmagazine etc.), Sachbücher und fiktionale Texte (Romane, Erzählungen, Kurzgeschichten, auch dramatische Texte, Lyrik und Kinderbücher). Grundsätzlich übernehmen wir nur Texte zum Lektorat, für die wir kompetent sind. Sollte ich den Eindruck haben, dass wir nicht die notwendige Kompetenz mitbringen, dann spreche ich das auch aus und übernehme den Auftrag nicht.

Lektorat oder Korrektorat?

Bei einem Lektorat geht es darum, Rechtschreib-, Grammatik- und Kommafehler zu korrigieren und den Text im Hinblick auf den Lesefluss zu optimieren (stilistische Korrekturen). Darüber hinaus achten wir auf einheitliche Schreibweisen. Was wir außerdem noch korrigieren bzw. anmerken, hängt vom Texttyp und der Qualität des Manuskripts ab: Manchmal geht es darum, den Text zu kürzen und/oder auf inhaltliche Unstimmigkeiten hinzuweisen. Bei fiktionalen Texten muss die Geschichte gut erzählt sein, und da gibt es natürlich gewaltige Unterschiede, je nach Kompetenz und Erfahrung der Autorin bzw. des Autors. Oft muss der Text überhaupt erst freigelegt werden. Da besteht dann ein gewaltiger Teil des Lektorats darin, Überflüssiges zu streichen bzw. die Geschichte zu straffen.

 

Besonders behutsam gehen wir das Korrekturlesen einer Bachelorarbeit, Masterarbeit bzw. Diplomarbeit, Doktorarbeit bzw. Dissertationen an: Hier korrigieren wir natürlich Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Wir greifen nicht inhaltlich in den Text ein (sonst würden wir beim Ghostwriting landen), weisen aber sehr wohl in Form von Kommentaren auf Unstimmigkeiten hin. Wir achten auf eine einheitliche Zitation, gehen aber sonst davon aus, dass die Studierenden selbst wissen, wie man korrekt zitiert, vor allem wann sie einen Beleg setzen müssen und wann nicht. Das bedeutet auch, dass ein Lektorat keine Plagiatsprüfung beinhaltet.

 

Ein Korrektorat machen wir nur in Ausnahmefällen, und zwar dann, wenn wir den Eindruck haben, dass der Text sprachlich und inhaltlich rund ist und daher eine Durchsicht auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung genügt. Sie können sicher sein, dass wir Ihnen ein Korrektorat vorschlagen, wenn wir es für sinnvoll halten.

Schritt 2: Sie erteilen den Auftrag für das Korrekturlesen.

Sobald Sie das Angebot erhalten haben, sind wieder Sie an der Reihe: Sie müssen nun entscheiden, ob Sie es annehmen. Beachten Sie bitte, dass das Zeitfenster, das ich für Sie reserviere, nicht besonders groß ist. Wir sind nämlich sehr gut ausgelastet. Deshalb erbitte ich in der Regel eine verbindliche Antwort innerhalb weniger Tage. Mit der Auftragserteilung vereinbaren wir, wann Sie das fertige Manuskript liefern und wann Sie von mir den lektorierten Text erhalten. Abhängig vom Umfang des Auftrags bitte ich um eine Anzahlung. Dafür erhalten Sie natürlich eine Rechnung.

Schritt 3: Wir erledigen das Lektorat bzw. Korrektorat.

Im dritten Schritt erledigt eine meiner beiden Lektorinnen die Arbeit. Wenn nicht anders vereinbart, macht sie zwei Korrekturdurchgänge. Dazwischen lässt sie Ihren Text gerne auch einmal liegen, weil das der Qualität des Lektorats guttut.

 

Die Dauer des Lektorats hängt vom Umfang Ihres Textes und natürlich seiner Qualität ab. Ein Lektorat hat nichts mit dem zu tun, was Menschen gemeinhin mit dem Ausdruck „Korrekturlesen“ verbinden – es ist wesentlich umfassender und präziser. Vor allem stilistische Korrekturen und Textstraffungen können sehr viel Zeit beanspruchen. Abhängig von der Qualität des Textes kann eine Lektorin ca. zehn Normseiten pro Stunde lesen – selten mehr, manchmal auch deutlich weniger.

Schritt 4: Sie erhalten den lektorierten Text.

Ein Lektorat in einem PDF ist nur dann sinnvoll, wenn Ihr Text wenige Fehler aufweist und kaum stilistische Korrekturen notwendig sind. Uni-Arbeiten lektorieren wir nur in Word.

Wenn wir von Ihnen eine Worddatei bekommen haben, erhalten Sie am Ende zwei Dateien zurück: In der einen sehen Sie alle Korrekturen, in der anderen sind die Korrekturen bereits vom PC akzeptiert und Sie sehen nur mehr Kommentarblasen am Rand mit Hinweisen der Lektorin.

 

Wenn Sie nicht unter Zeitdruck stehen, rate ich Ihnen, mit der Datei mit sichtbaren Korrekturen weiterzuarbeiten. Fangen Sie auf keinen Fall an, die einzelnen Korrekturen manuell in Ihr Manuskript einzuarbeiten (etwa, indem Sie die lektorierte Fassung ausdrucken, neben den PC legen und die Korrekturen einzeln „einweben“). Wenn Sie die Datei in Word öffnen und oben auf die Registerkarte klicken, finden Sie die Funktion, mit der Sie jede einzelne Korrektur annehmen oder ablehnen können, ebenso wie die Funktion zum Löschen der Kommentarblasen.

 

Wenn Sie uns ein PDF geschickt haben, bekommen Sie eine Datei zurück, in der Sie die einzelnen Korrekturhinweise in Kommentarblasen finden. Bitte achten Sie darauf, dass Sie alle Blasen anklicken und nichts übersehen! Sie arbeiten die Korrekturen selbst in Ihren Text ein.

 

Bei Fragen können Sie mich nach dem Abschluss des Lektorats gern kontaktieren. Bitte arbeiten Sie aber zunächst einmal das gesamte Manuskript durch. Eine nochmalige Kontrolle bzw. Detailbesprechung der einzelnen Korrekturen ist nicht vorgesehen – es sei denn, Sie entscheiden sich für die Extrarunde (siehe unten Punkt 6), die aber natürlich auch extra kostet.

Schritt 5: Bezahlung

Sobald Sie die Dateien erhalten haben, freue ich mich über eine Nachricht von Ihnen. Anschließend schicke ich Ihnen die Rechnung, die Sie bitte innerhalb von drei Tagen begleichen.

Schritt 6: Die Extrarunde: Zweistufiges Lektorat

Hier können Sie alle Informationen als PDF downloaden!
Informationen zum Lektorat.pdf
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