Mein Buchprojekt

cover des prandtauer-buches

Ich bin nach mehr als zwanzig (!) Jahren Arbeit dabei, das Manuskript für eine zweibändige Publikation über den Barockbaumeister Jakob Prandtauer (1660–1726) abzuschließen.

Das Buch wird 2020 im Michael Imhof Verlag erscheinen und ist die erste umfassende Monografie zu Prandtauer, einen der bedeutendsten Künstler des österreichischen Barock.

 

Dem Arbeitsschwerpunkt des Baumeisters Rechnung tragend stellt die Publikation seine großen Klosteranlagen (Augustiner-Chorherrenstift St. Plöten, St. Andrä an der Traisen, Melk, Herzogenburg, St. Florian, Garsten, Dürnstein) in den Mittelpunkt. Im Katalog, der 140 Nummern umfasst, werden dann aber auch alle übrigen Bauaufgaben behandelt, vom Schloss über den Schüttkasten bis zum Weinkeller.

 

Darüber hinaus würdigt das Buch Prandtauer als Bauorganisator und Unternehmer. Es befasst sich also auch mit der Bauabwicklung, den Reisen, der Bezahlung und den oft ziemlich eigenwilligen Auftaggebern. Das Buch gibt einen ungewöhnlich lebendigen Einblick in die Baupraxis der Barockzeit.

Warum ich dieses Buch schreibe

2002 habe ich über die Klosteranlagen Jakob Prandtauers promoviert (die Dissertation wurde 2002 mit dem Franz-Stephan-Preis ausgezeichnet). Am Anfang der Arbeit an meiner Dissertation stand die Idee, eine vollständige Monografie zu schreiben, also das gesamte Leben und Werk des Baumeisters zu behandeln. 

 

Dieses Unterfangen hat sich nach und nach als nicht realisierbar herausgestellt. Parallel zur Promotion (für die mir vier Jahre zur Verfügung standen) hatte ich eine Assistentenstelle an der Universität Wien und war zeitlich sehr gefordert.

Porträt Jakob Prandtauers (Ausschnitt), Foto: Günter Prinesdom © by Stift Melk
Porträt Jakob Prandtauers (Ausschnitt), Foto: Günter Prinesdom © by Stift Melk

Den Entschluss, die Dissertation auf einige wenige Klosterbauten zu konzentrieren, habe ich verhältnismäßig spät gefasst (oft denkt man ja, das Unmögliche möglich machen zu können ...). Als ich die Entscheidung getroffen habe, die Arbeit einzuschränken, hatte ich aber bereits sehr viel Material zusammengetragen und umfangreiche Archivstudien betrieben. Als dann meine Stelle an der Universität ausgelaufen ist und ich das ganze Material gesichtet habe (es waren 40 Ordner!), habe ich beschlossen: "Das habe ich nicht umsonst gemacht!"

 

So habe ich mich entschieden, das Projekt doch zu Ende zu führen und natürlich zum Druck zu befördern. Ich freue mich jetzt schon auf die Buchpräsentation, die es bestimmt geben wird – der Prandtauer will gefeiert werden!