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04

Jan

2013

Wie schreibt man eine Rezension?

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Noch nie wurden so viele Rezensionen geschrieben wie heute. Sind Rezensionen noch vor einigen Jahren ausschließlich in gedruckter Form erschienen, bietet das Web mittlerweile eine große Bandbreite an Publikationsmöglichkeiten. Und diese Bandbreite wird auch genutzt: Trainer, Coaches, Wissenschaftler, Hobbyautoren, aber auch Leser ohne speziellen fachlichen Hintergrund betätigen sich als Rezensenten.

Rezensiert wird in Online-Zeitschriften, in Blogs, in Shopping-Portalen (z.B. Amazon) etc. Manch ein Rezensent will dabei wirklich nur seine Meinung kundtun, in den meisten Fällen geht es jedoch um mehr: um Bekanntheit, den Aufbau eines Expertenstatus, die eigene Publikationsliste etc.

Falls Sie auch Rezensionen verfassen, könnten diese Tipps für Sie interessant sein:

  • Überlegen Sie zuerst, für wen Sie eigentlich schreiben. Schreiben Sie für ein breites Publikum? Schreiben Sie für ein Fachpublikum? An der Zielgruppe orientieren sich der Aufbau, die Wortwahl sowie der Inhalt Ihrer Rezension. 
  • Sorgen Sie für einen spannenden Einstieg (persönliche Betroffenheit, Tagesaktualität etc.).
  • Versuchen Sie die Publikation, die Sie besprechen, aus der Vogelperspektive zu betrachten. Natürlich können Sie auch Details herausgreifen, verlieren Sie sich aber nicht in zu vielen Einzelheiten. Den Blick aus der Vogelperspektive entwickeln Sie am leichtesten, wenn Sie nicht einfach losschreiben, sondern zunächst einmal ein Konzept für Ihren Text machen. Sie können zum Beispiel eine Plus-Minus-Liste erstellen, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen. 
  • Eine Rezension ist niemals nur eine Zusammenfassung. Eine Rezension wägt die positiven und negativen Aspekte einer Publikation sorgfältig ab. Wenn Sie Wissenschaftler, Trainer oder Coach etc. sind, darf der Leser von Ihnen als Experte sogar einen kritischen Zugang erwarten.
  • Eine Rezension sollte ein ein subjektiver Text sein. Es geht um Ihren persönlichen Standpunkt. Wenn Sie sich nicht trauen: Nur Mut!
  • Manche Rezensionen sind reine Inhaltsangaben, manche Rezensionen sind aber auch das Gegenteil, ein richtiger Verriss. Wenn Sie ein Buch gar nicht gut finden, darf bzw. soll das in der Rezension klar werden, denken Sie aber daran, zumindest kurz auch die Leistung des Autors zu würdigen. Es ist niemals alles nur negativ.  
  • Und zum Schluss: Rezensieren Sie nur Bücher, die Sie komplett gelesen haben. Besprechen Sie kein Buch, wenn Sie es lediglich durchgeblättert oder oberflächlich quergelesen haben, es sei  denn, es handelt sich um ein mehrbändiges Nachschlagewerk o.ä. Der Autor hat sich Mühe mit seiner Publikation gemacht, und wenn Sie nun Ihre Meinung dazu äußern, sollten Sie dem auch Rechnung tragen und die Publikation zunächst einmal genau lesen.

 

Das könnte Sie auch noch interessieren:
Tagung (31.1.–1.2.2013, München): Rezensieren – Kommentieren – Bloggen: Wie kommunizieren Geisteswissenschaftler in der Zukunft? 
Besonders lesenswert: der Blog zur Tagung.

Abbildungsnachweis:

Shutterstock.com: Bildnummer: 120946966, Urheberrecht: Oscar Espinosa

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Kommentare: 2
  • #1

    Petra Schuseil (Dienstag, 29 Januar 2013 09:41)

    Super! Danke! Herzlich von Petra

  • #2

    Regina Schlager (Montag, 04 Februar 2013 17:02)

    Ich werde bald damit starten, Rezensionen auf meinem Blog für meine Zielgruppe zu schreiben. Diese Tipps helfen mir sehr, danke.

    Liebe Grüße, Regina Schlager