Besser texten

Graues Feld bezeichnet: Ich darf Ihnen im Folgenden mein Angebots schicken.
Diesen Beitrag haben meine Lektorin Doreen Westphal und ich gemeinsam verfasst. Modalverben und Konjunktive wie „mögen“, „würden“, „dürfen“ etc. werden in E-Mails oft verwendet, wenn die Absenderin oder der Absender besonders höflich sein möchte. Höflichkeit ist natürlich immer gefragt, klar! Wenn bestimmte Formulierungen Sie aber anders darstellen, als Sie das beabsichtigt hatten, ist das nicht im Sinne des Erfinders. So klingen Höflichkeitsfloskeln zum Beispiel altmodisch...
Älterer Herr mit gestreiftem Hemd, der den Hut lüftet
Vor allem in beruflichen E-Mails tauchen oft Verben wie dürfen, bedürfen, erlauben etc. auf. Auch Konjunktive wie könnten, würden etc. verwenden manche Menschen gerne. Sie meinen nämlich, ihren E-Mails dadurch einen höflichen Anstrich zu verleihen. Tatsächlich klingen solche E-Mails aber altmodisch, steif und auch unverbindlich. Damit Sie besser nachvollziehen können, was ich meine, hier ein paar Beispiele samt Verbesserungsvorschlag.

Hinweis auf das Buch "Morgen weiß ich mehr"
Ein Gastartikel von Marcus Klug Sich auf ein Fachthema zu spezialisieren und dazu zu publizieren, ist für Akademiker selbstverständlich, nur leider verdienen sie damit in der Regel kein Geld. Und das ist natürlich auf Dauer sehr frustrierend! Dabei gibt es im Internet mittlerweile viele Möglichkeiten, Wissen zu vermitteln und davon finanziell zu profitieren.
e-mail-zeichen, stift und brief
Welche der folgenden Anreden ist Ihrer Meinung nach in einem E-Mail oder Brief korrekt, wenn Sie mit der Dame, die Sie anschreiben, per Sie sind? Welche Anrede ist korrekt, wenn Sie mit der Dame per Du sind? A Liebe Frau Müller, … B Liebe Sabine Müller, … C Liebe Frau Sabine Müller, … D Liebe Sabine, …

schild rutschgefahr
Ich bin viel im Web unterwegs: Ich betreue meine Facebook-Seite, meine beiden Facebook-Gruppen und die Accounts auf Twitter, Google+ und Xing. Parallel dazu lese ich da und dort Blogartikel und schaue natürlich neugierig, was andere so tun. Unlängst hat es mich dabei so richtig umgehauen: Natürlich weiß ich, dass es allerhand unseriöse Angebote gibt, aber welche Tipps manche „Marketingexpertinnen und -experten“ geben, welche Heilsversprechen sie Selbstständigen und...
mann in gurkenglas tippt auf einem laptop
E-Mails und Briefe sind die Visitenkarte Ihres Unternehmens. Es zahlt sich daher aus, hier nicht nur auf Rechtschreibung und Grammatik zu achten, sondern auch auf die Wortwahl. Aus Workshops mit kleinen und großen Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich weiß ich: Die MitarbeiterInnen bemühen sich sehr, höflich zu sein. Und das gelingt ihnen auch. Allerdings klingen ihre E-Mails und Briefe oft steif bzw. altmodisch. Obwohl sie in keinem Amt arbeiten, hört man den Schimmel wiehern.

cover des buches storytelling für unternehmen
Haben Sie eine Leseliste für den Sommer? Und nehmen Sie in die auch Fachbücher auf? Auf meine Leseliste habe ich gerade das Buch "Storytelling für Unternehmen" von Miriam Rupp gesetzt. Inhalte, die in Geschichten verpackt und somit lebendig aufbereitet sind, werden einfach gerne gelesen. Das Buch geht darauf ein, welche unternehmenspezifischen Themen sich für Geschichten eignen, was zu einer guten Geschichte gehört, wie man Geschichten letztendlich für seine Zielgruppe aufbereitet. Das...
Buchcover So lügt man mit Sprache Floskelwolke
"Ihr Anliegen ist uns wichtig!" So lügt man mit Sprache Von den Machern der Floskelwolke Sebastian Pertsch und Udo Stiehl Erschienen am 1.3.2016 bei Piper. 208 Seiten, kartoniert ISBN: 978-3-492-30784-0 Taschenbuch: € 9,99 [D], € 10,30 [A] E-Book: € 8,99

Ein Artikel von Andrea Joost, Trainerin für wirkungsvolles Reden und sprachliche Cleverness
Foto einer Reihe verschneiter, roter Holzhütten
Bald ist Weihnachten. Eine unglaubliche Hektik macht sich breit. Die Menschen hetzen durch die Gegend. Niemand mag die Hektik und trotzdem gibt es kaum jemanden, der sich ihr entziehen kann. Jedes Jahr vor Weihnachten derselbe Wahnsinn! Zig Dinge müssen noch erledigt werden. Und zwar unbedingt! Die To-do-Liste wird immer länger. Als ob das Leben danach nicht weiterginge. Als ob all das, was in unseren Köpfen so herumschwirrt, wirklich bis Weihnachten getan sein muss.

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