Lektorat

In dieser Rubrik meines Blogs greife ich hin und wieder Spezialfragen auf, die mir zum Thema Lektorat gestellt werden. Alle Basisinformationen finden Sie hier.  

Mi

14

Dez

2016

Einblick in die Zusammenarbeit von Lektorin und Selfpublisher

Perle im Moos

Ein Gastartikel von Doreen Westphal, die als Lektorin die Schreibwerkstatt unterstützt.

 

Vom Boom des Selfpublishings profitieren Autorinnen und Autoren wie Lektorinnen und Lektoren. Texte, die man oder frau schon lange schreiben und gern auch veröffentlichen wollte, werden endlich geschrieben. Solche, die bereits geschrieben und in Schubladen verschwunden waren, können herausgeholt werden. 

Schreiben zur Selbstverwirklichung, als Therapie, als Zeitvertreib … alles möglich und alles erlaubt. Natürlich lang nicht alles gut! Umso erfrischender, wenn einer Lektorin in der Menge der Selfpublishing-Aufträge hin und wieder eine Perle unterkommt.

Der erste Eindruck

Schon beim ersten Überfliegen des Manuskripts das Michael Hauenschild an die Schreibwerkstatt geschickt hatte – da ging es erst einmal um einen Kostenvoranschlag und ein Probelektorat –, musste ich schmunzeln: abwechslungsreiche Erzählgegenstände (dabei durchaus nicht immer leichte Kost), ernst genommen und gleichzeitig locker, mit viel Humor und einem Augenzwinkern erzählt. Es stellte sich sehr rasch eine Lust aufs Weiterlesen ein. Dass an ihnen gearbeitet werden musste, war klar – darum hatte der Autor sich ja an uns gewendet!

Die üblichen zwei Korrekturdurchgänge

Huberta als Inhaberin der Schreibwerkstatt und Letztverantwortliche für das Lektorat wurde mit dem Autor finanziell einig und die routinemäßig angesetzten zwei Korrekturgänge bestätigten mir meinen ersten Leseeindruck: ein Buch deutlich über dem Durchschnitt von dem, was sonst oft auf meinem Schreibtisch landet. 

Die dritte Durchsicht

Nach Abschluss der vereinbarten Arbeit hätte der Autor einfach mit meinen Korrekturen weiterarbeiten können, einige annehmen, andere ablehnen und sein Buch drucken lassen. Er hat jedoch dem Vorschlag eines dritten Korrekturgangs zugestimmt, was eine richtige Entscheidung war! Denn nicht nur hatten sich – wie bei fast allen Autoren – Fehler beim Einarbeiten meiner Korrekturvorschläge eingeschlichen, sondern speziell eine Geschichte der Sammlung hatte es formal besonders in sich, an der musste noch einiges nachgearbeitet werden. Bei ihr hatten wir, ich glaube, sogar fünf Korrekturgänge. Michael Hauenschild und ich haben mit Freude und Hartnäckigkeit an der Geschichte gemeinsam gefeilt.

Die Bereitschaft zu lernen

Lektorieren macht dann besonders großen Spaß, wenn ich gute Texte noch besser machen darf und mit Autorinnen und Autoren zu tun habe, die daran interessiert sind zu lernen. Darüber hinaus ist es ein Glück, wenn sie auch die zeitlichen sowie finanziellen Ressourcen haben, ihr Kind reifen zu lassen, bis sie es zur Welt bringen.

 

Aus meiner langjährigen Arbeit weiß ich, dass das ganz und gar nicht selbstverständlich ist. Manche Autorinnen und Autoren schreiben jahrelang an ihrem Buch, investieren viel Herzblut in das Projekt, und wenn es dann ans Lektorat geht, fehlt es ihnen an Geduld und/oder der Bereitschaft, ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen, um das Bestmögliche aus ihrem Manuskript herauszuholen. 

 

Umso schöner, wenn man Autoren bzw. Autorinnen begegnet, die diese letzte Phase ohne jeglichen Druck angehen. Meist stehen sie mitten im Berufsleben und lassen sich entspannt auf einen Austausch über ihren Text und den Reifungsprozess ein. Das Lektorat hat für sie einen hohen Stellenwert und das macht sich für alle Beteiligten bezahlt. 

Von diesem Buch ist hier die Rede

buchcover hauenschilkd unvergessenswertes

 

Michael Hauenschild

 

Unvergessenswertes

Geistloses. Mit Unsinn verfeinert. Zeitgemäß aufbereitet

ISBN: 978-3741211041

Verlag: Books on Demand

1. Auflage: 5. Juli 2016

Bei Amazon um 8,22 (A) bzw. 7,99 Euro (D) als Taschenbuch und um 5,49 Euro als Kindle-Ausgabe erhältlich.

Über den Autor

 

Michael Hauenschild, geb. 1966, ist als Computertechniker in Wien tätig. Um mehr Übung im Verfassen technischer Konzepte zu erhalten, hat er mit dem Schreiben von Kurzgeschichten begonnen. "Unvergessenswertes" ist seine erste literarische Veröffentlichung.

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Mo

21

Nov

2016

Tipps, wenn Sie ein Lektorat für Ihre Bachelorarbeit oder Masterarbeit suchen

Studierende, die ihre Bachelorarbeit oder Masterarbeit lektorieren lassen möchten, stehen vor einer Fülle von Fragen. Das liegt vor allem daran, dass die meisten noch nie ein Lektorat in Auftrag gegeben haben. In den beiden Videos beantworte ich folgende Fragen:

  1. Muss ich meine Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation lektorieren lassen?
  2. Ist ein Lektorat überhaupt erlaubt?
  3. Wie finde ich eine gute Lektorin bzw. einen guten Lektor?
  4. Was kostet ein Lektorat für eine Bachelorarbeit oder eine Masterarbeit?
  5. Was ist der Unterschied zwischen einem Korrektorat und einem Lektorat?
  6. Wie lange dauert ein Lektorat?
  7. Wie läuft ein Lektorat ab?

Lektorat für eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit

Antworten auf die Fragen 1 bis 4:

Antworten auf die Fragen 5 bis 7:

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Do

16

Jun

2016

Wie wird man Lektorin bzw. Lektor?

hand mit stift auf papier

Die Frage, was man tun muss, um Lektorin bzw. Lektor zu werden, wird mir mehrmals im Jahr gestellt. Meist von jungen Leuten, die sich für die deutsche Sprache begeistern oder die gerade ein Praktikum in einem Verlag absolviert haben und nun an dem Beruf interessiert sind.

Auf diese Frage gibt es allerdings keine klare Antwort: Der Werdegang ist nicht geregelt. Es gibt weder eine Lehre noch ein Studium, das man absolvieren muss, um den Beruf ausüben zu können. Die Bezeichnung "Lektorin" bzw. "Lektor" ist auch nicht geschützt. Letztendlich kann sich jede/r so bezeichnen, was die Suche nach einer guten Lektorin bzw. einem guten Lektor für Autorinnen und Autoren nicht gerade einfach macht.
 

 

Aber zurück zur Frage vom Anfang, die ich zunächst einmal nicht mit dem Hinweis auf einen bestimmten Ausbildungsweg, sondern auf die Fähigkeiten beantworte möchte, die eine Lektorin oder ein Lektor haben sollte.

Was muss eine Lektorin oder ein Lektor können?

In meinen Augen braucht sie bzw. er

  • ausgezeichnete Kenntnisse auf den Gebieten Rechtschreibung und Grammatik,
  • ein gutes Sprachgefühl,
  • die Fähigkeit, sich sowohl in eine Autorin bzw. einen Autor als auch in deren bzw. dessen Leserschaft hineinzuversetzen,
  • ein breites Allgemeinwissen,
  • ein hohes Maß an Präzision,
  • Geduld, Geduld und nochmals Geduld.

Und schließlich sollte sie bzw. er viel lesen – Bücherwürmer bzw. Leseratten sind in dieser Zunft besonders verbreitet. Wer nicht gerne und viel liest – und zwar auch in der Freizeit! –, bringt in meinen Augen nicht die Voraussetzungen für den Beruf mit. So wie in jedem anderen Metier gehören nämlich auch in diesem regelmäßige Weiterbildungen dazu, wenn man hohe Standards halten möchte. Und ein gutes Sprachgefühl muss eben durch das Lesen guter Texte genährt werden.

Wie wichtig ist ein Studium, wenn man Lektorin bzw. Lektor werden möchte?

Abhängig davon, worauf sich die Lektorin bzw. der Lektor spezialisiert, ist ein Studium als Voraussetzung für die Ausübung dieses Berufs sicherlich sinnvoll. Wenn jemand Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen oder andere wissenschaftliche Publikationen korrigiert, ist es meiner Meinung nach unbedingt notwendig, dass er oder sie selbst mehrere wissenschaftliche Arbeiten geschrieben hat.

 

Wer Belletristik lektoriert, wird mit einem Germanistikstudium oder einem Studium der Literaturwissenschaft gut bedient sein. Wer sich auf das Lektorat von juristischen Publikationen spezialisiert, wird diese Arbeit vor allem dann bestmöglich erledigen, wenn ihm juristische Zusammenhänge, Quellen und vor allem die Fachterminologie vertraut sind.

 

Gleichzeitig gibt es natürlich auch Texte, bei denen kein spezifisches Fachwissen notwendig ist. Dazu zählen oft Kundenmagazine, Flyer oder auch Websites, sofern sich diese an eine breite Öffentlichkeit wenden. In diesen Fällen genügt es, wenn die Lektorin bzw. der Lektor die oben angeführten (Grund-)Voraussetzungen mitbringt.

PS: Falls Sie Lektorin oder Lektor sind und durch den Artikel vielleicht auf die Idee kommen, dass Sie sich in der Schreibwerkstatt bewerben könnten, muss ich Sie leider enttäuschen. Ich möchte mein kleines Team nicht erweitern.

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Abbildungsnachweis:

Bild ganz oben: Shutterstock.com, Bildnummer: 140887543, Urheberrecht: Minerva Studio

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Do

09

Jul

2015

Von uns lektoriert: Neuerscheinung zum Thema "Hochsensibilität"

buchcover von zart besaitet, hochsensibilität

Ich freue mich immer, wenn ein Buch, das wir lektoriert haben, erschienen ist. In diesem Fall geht es um die überarbeitete Neuauflage von zart besaitet. In dem Buch beschäftigt sich Georg Parlow umfassend mit dem Thema Hochsensibilität. Hochsensible Menschen sind empfindsamer, sie nehmen Menschen, Geräusche, aber auch Situationen anders wahr – und das hat natürlich Folgen.

Weitere Informationen zu dem Buch, das nicht nur interessant, sondern auch gut geschrieben ist, finden Sie auf der Website des Festland Verlags. Sie können dort auch einen Blick ins Buch werfen und es ohne Versandkosten bestellen.

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Mi

04

Mär

2015

Was Sie als Selfpublisher zum Thema "Lektorat" wissen sollten

mann mit laptop, von dem buchtsaben wegfliegen

Wenn Sie als Selfpublisher gerade Ihr erstes Buch veröffentlichen, stehen Sie sicher vor allerhand Fragen  das betrifft auch das Lektorat. Sie fragen sich vielleicht:

  1. Brauche ich ein Lektorat?
  2. Was kostet ein Lektorat?
  3. Wie finde ich einen guten Lektor?

Im heutigen Blogartikel möchte ich Ihnen konkrete Anhaltspunkte liefern, die Ihnen bei der Beantwortung dieser Fragen helfen.

1. Brauche ich überhaupt ein Lektorat?

Als Selfpublisher überlegen Sie sich vielleicht gerade, ob ein Lektorat überhaupt sinnvoll ist – zumal das ja allerhand Geld kostet, das Sie selbst in Ihr Buchprojekt investieren müssen. Meine Antwort – Sie ahnen es schon – ist ein klares Ja.

  

Als Autor wird man irgendwann betriebsblind und selbst wenn man rechtschreibsicher ist, übersieht man Fehler. Freunde können dabei helfen, die Fehlerquote zu reduzieren, aber einen professionellen Lektor können sie nicht ersetzen. Hinzu kommt, dass ein Lektor viel mehr macht, als nur Fehler zu korrigieren: Mit Blick auf Ihre Zielgruppe sorgt er dafür, dass sich Ihr Text flüssig liest und die Gedanken gut nachvollziehbar sind. 

 

Deshalb werden im Zuge eines Lektorats nicht nur Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung korrigiert. Ihr Lektor glättet auch stilistische Unebenheiten, etwa indem er Sätze behutsam teilt und entschachtelt oder indem er die Wortstellung verändert. Dafür braucht es viel Wissen, Erfahrung, Sprachgefühl  – und Geduld. Wenn Sie als Autor einmal mit einem Lektor zusammengearbeitet haben, werden Sie ihn nicht mehr missen wollen.

2. Was kostet ein Lektorat?

Die meisten Lektoren rechnen auf der Basis von Normseiten ab, wobei eine Normseite häufig 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen umfasst. Normseiten haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind im Unterschied zu A4-Seiten, die ja unterschiedlich formatiert sein können und daher unterschiedlich viel Text enthalten, eine klare Bezugsgröße für die Kalkulation.

sparschwein mit taschenrechner

Der Preis für das Lektorat hängt vor allem vom Korrekturaufwand und der Länge Ihres Manuskriptes ab. Ein Lektor investiert viel Zeit in Ihr Buch. Abhängig davon, wie umfangreich die Korrekturen sind, schafft er vielleicht nur zwei oder drei Normseiten pro Stunde (selten mehr als  zehn) und seriöserweise wird er Ihren Text mindestens zweimal lesen. Nicht selten sind sogar mehr Korrekturdurchgänge notwendig

Je weniger Erfahrung ein Autor mit der Vergabe eines Lektorats hat, desto schwerer kann er in der Regel den Preis nachvollziehen, vor allem können viele Autoren nichts mit Normseitenpreisen anfangen. Wenn es Ihnen auch so geht, fragen Sie den Lektor, mit wie vielen Stunden Arbeit er kalkuliert hat. So wird dann für Sie bestimmt klarer, welche Leistung hinter dem Betrag steht.

3. Wie finde ich einen guten Lektor?

Nach einem E-Mailwechsel mit einer geprellten Autorin letzte Woche möchte ich hier eine zweite Frage anschließen: Wie finde ich einen seriösen Lektor? Denn auch unter den Lektoren gibt es Anbieter, die krumme Wege gehen. Aber der Reihe nach ...

Bitten Sie andere Autoren um eine Empfehlung

Zunächst einmal können Sie Autoren mit Lektoratserfahrung um eine Empfehlung bitten. Fragen Sie sie auch, warum sie sich genau für einen bestimmten Lektor entschieden haben. Dabei sollte nicht allein der Preis ausschlaggebend gewesen sein.

Schauen Sie sich die Website des Lektors genau an

Nehmen Sie die Website des Lektors bzw. der Plattform, die Ihnen einen Lektor vermittelt (das gibt es auch), genau unter die Lupe. Nicht alle Anbieter sind seriös.

frau mit langer nase
  • Bekommen Sie ein Gefühl für den Menschen bzw. die Firma, der bzw. die hinter der Website steht? Wenn die Website eines Unternehmens unpersönlich bzw. aalglatt wirkt, bin ich immer vorsichtig.
  • Gibt es auf der Website Referenzen?
  • Sind die Kontaktdaten vollständig (E-Mail, Adresse, Telefonnummer)? Es gibt tatsächlich Anbieter, die keine Telefonnummer auf der Website haben. So etwas sollte Sie stutzig machen.
  • Hat die Website das gesetzlich vorgeschriebene Impressum?

Schwarze Schafe erkennt man oft schon an ihrer Website. Ich kann Sie aber beruhigen: Die weißen sind ganz klar in der Überzahl!

Prüfen Sie die eingeholten Angebote

Wenn es um einen größeren Auftrag wie etwa ein Buch geht, liegt es auf der Hand, dass Sie mehrere Angebote einholen. Achten Sie darauf, dass die Kostenvoranschläge eine klare Leistungsbeschreibung beinhalten. Bei vagen Formulierungen (z.B.: "Im Preis ist eine Stilanalyse inkludiert") sollten Sie nachhaken. Lassen Sie sich auch ungefragt angebotene Zusatzleistungen, wie zum Beispiel die Vermittlung an einen Verlag, näher erläutern.

Bitten Sie um ein Probelektorat

Bitten Sie die Lektoren, die in Ihre engere Wahl kommen, um ein Probelektorat, wenn es Ihnen nicht von vornherein schon angeboten wird (wir machen das bei Buchprojekten standardmäßig). Und vergleichen Sie die Probelektorate verschiedener Anbieter miteinander:

  • Was genau wurde korrigiert?
  • Können Sie die Korrekturen nachvollziehen?
  • Wie umfangreich sind die Korrekturen?
  • Gibt es inhaltliche Kommentare, die Ihnen weiterhelfen? Solche Kommentare werden übrigens in Worddateien in "Blasen" am rechten Seitenrand gemacht, so dass Sie sie ganz leicht sehen können.

Gerade wenn Sie als Selfpublisher noch nie mit einem Lektor zusammengearbeitet haben, können Sie anhand des Probelektorats gut die Qualität seiner Arbeit überprüfen.

Schauen Sie bei den Zahlungsmodalitäten genau hin

Bei Aufträgen wie einem Buch mit mehreren Hundert Seiten ist die Vereinbarung einer Anzahlung oder einer Abschlagszahlung (z.B. wenn die Hälfte der Leistung erbracht wurde) üblich. Die Forderung nach einer vollständigen Bezahlung des Lektorats im Vorhinein ist hingegen nicht üblich. Lassen Sie sich auf so etwas also nicht ein.

Entscheiden Sie nicht nur auf der Grundlage des Preises

Natürlich werden Sie als Selfpublisher den Preis bei der Auswahl des Lektors heranziehen, er sollte aber nicht das alleinige Kriterium sein. Letztendlich zählt das Preis-Leistungsverhältnis.

Vermeiden Sie Zeitdruck beim Lektorat

Wenn Sie einen bestimmten Erscheinungstermin für Ihr Buch anpeilen, machen Sie sich nicht auf den letzten Drücker auf die Suche nach einem Lektor. Am Ende finden Sie jemanden, der richtig gut ist und der Ihnen ein vernünftiges Angebot macht, der aber so kurzfristig keine Zeit hat. Es bringt auch nichts, wenn Sie dem Lektor Druck machen. Zeitdruck ist der größte Feind eines guten Lektorats.

Zum Schluss ...

Sobald Sie den Auftrag für das Lektorat vergeben haben, können Sie sich erst einmal entspannt zurücklehnen und sich über das Geleistete freuen.

mädchen sitzt am balkon und lehnt sich entspannt zurück

Ist Ihr Lektor dann mit der Arbeit fertig, wird er Ihnen in der Regel zwei (Word-)Dateien zukommen lassen: In der ersten sehen Sie alle Korrekturen, in der zweiten sehen Sie nur mehr die Kommentarblasen mit seinen Hinweisen. Hier sind Sie als Autor nochmals gefragt. Das bedeutet: Rechnen Sie damit, dass Sie nach dem Lektorat nochmals Hand an Ihr Manuskript legen müssen, und planen Sie dafür auch ein wenig Zeit ein.

 

Von einem Lektor können Sie übrigens auch ein inhaltliches Feedback bekommen. Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn es auch Kritikpunkte beinhaltet. Es ist Aufgabe des Lektors, Sie auf Schwachpunkte hinzuweisen. Lob ist gut und wichtig, aber reine Bauchpinseleien sind nicht sein Job. Der Lektor ist Ihr Partner auf dem Weg zu Ihrem Buch, das dann hoffentlich seinen Weg zu möglichst vielen Lesern findet.

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Shutterstock.com: Bildnummer: 242378740, Urheberrecht: Sergey Nivens (Mann mit Laptop auf Wiese)  Bildnummer: 224295640, Urheberrecht: Andrey_Popov (Sparschwein)  Bildnummer: 176733059, Urheberrecht: Ollyy (Frau mit langer Nase)  Bildnummer: 35595469, Urheberrecht: DanielW (Frau auf Balkon)

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