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23

Jul

2014

Wann Sie in Ihrer Uni-Arbeit einen Beleg mit Seitenangabe setzen müssen

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Da ich an mehreren Unis lehre, lese ich auch regelmäßig Hausarbeiten. Dabei fällt mir auf, dass viele Studierende bei den Belegen oft die Seitenangabe vergessen. Daher heute einmal ein paar Worte zu dem Thema.

Grundsätzlich müssen Sie im Fließtext immer dann einen Beleg mit Seitenangabe machen, wenn Sie sich nicht auf die Publikation als Ganzes beziehen (und das ist die Regel, nicht die Ausnahme). Wissenschaftliches Arbeiten erfordert Sorgfalt, und das wiederum bedeutet, dass Sie Ihrem Leser mitteilen müssen, was Sie woher haben.

Wenn Sie also zum Beispiel aus dem Buch oder dem Aufsatz von Fritz Berger einen Gedanken übernommen haben, der dort auf den Seiten 22 bis 25 steht, müssen Sie die Seitenangabe zu Ihrem Beleg hinzufügen. Ihr Beleg könnte dann also (abhängig von dem Regelwerk, auf das Sie sich stützen) so aussehen: Berger 2012, S. 22–25.

Der "Bis-Strich" zwischen den Seitenangaben ist übrigens immer lang. Und vor und nach dem Bis setzen Sie keinen Leerschritt, hingegen folgt ein Leerschritt auf die Abkürzung S. (für Seite).

Auf die Abkürzung ff. sollten Sie besser verzichten, sie ist nämlich unpräzise. Wenn Sie dem Leser mitteilen, dass Sie sich auf Berger 2012, S. 22 ff. beziehen, bedeutet das, dass Sie sich zumindest auf die Seiten 22 bis 24 stützen, vielleicht aber auch auf weitere Seiten. Sie teilen dem Leser mit dieser Angabe also nicht genau mit, wie weit er lesen muss, falls er Ihre Angabe prüfen möchte.

Fazit: Wenn Sie wissenschaftlich arbeiten, müssen Sie ganz präzise sein. Auch wenn Sie das mühsam finden, an der Präzision gibt es nichts zu rütteln! Achten Sie daher darauf, dass Ihre Belege immer vollständig sind.

 

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Abbildungsnachweis:

Pixabay, Hans

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