Mo

05

Jan

2015

Hilfe, ein Lektorat muss her!

Es kommt vor, dass mich Unternehmen kontaktieren, weil in der Druckerei – kurz bevor die Druckmaschinen angeworfen werden sollten – unerwartet klar wurde: In der neuen Hochglanzbroschüre finden sich Rechtschreibfehler. So kann die Broschüre nicht in Druck gehen!

lektorat

Hektik bricht aus, große Aufregung, denn der Drucktermin ist reserviert und die Broschüre muss dringend versandt werden. Die Lösung? Ein Lektorat muss her! Rasch googeln: Welcher Lektor hat die Zeit (und den Nerv), binnen weniger Stunden die sprachliche Feinpolitur der Hochglanzbroschüre zu erledigen? Stress pur – für alle Beteiligten, auch für den Lektor, der diesen Job übernimmt.

Was ist passiert?

Ein Grafiker hat die Broschüre mit großem Aufwand gestaltet, die Texte hat das Unternehmen selbst beigesteuert, und zwar in gutem Glauben, die Broschüre fehlerfrei zum Druck befördern zu können ("Wir haben das doch bislang immer so gemacht!").

Tatsächlich sind aber nur wenige Menschen so sattelfest in Rechtschreibung und Grammatik, dass sie einen Text ganz ohne Fehler zu Papier bringen, abgesehen davon, dass sich rasch einmal Schlampigkeitsfehler einschleichen (Buchstabendreher, überschüssige Leerzeichen, falsche Abtrennungen etc.). Man ist als Autor einfach betriebsblind. Egal, wie oft man den eigenen Text liest: Man übersieht Fehler. Das ist völlig normal!

 

Daher mein Tipp: Investieren Sie in ein Lektorat. Die Kosten halten sich gerade bei diversen Werbemitteln wie Flyern, Broschüren, Katalogen, Kundenzeitungen, Websites etc. in Grenzen und Sie geben einen fehlerfreien Text in Druck bzw. stellen einen fehlerfreien Text online.

"Das Lektorat hat sich ausgezahlt!"

Zu diesem Schluss kommen Unternehmen meist erst dann, wenn sie einmal mit einem Lektor zusammengearbeitet und gesehen haben, was er leistet. Im Rahmen eines Lektorats werden Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung korrigiert und stilistische Unebenheiten beseitigt. Gerade Letzteres ist für Unternehmen, die mit ihren Texten ja in der Regel Kunden gewinnen wollen, zusätzlich zur Fehlerkorrektur interessant.

Durch das Lektorat wird ein Text geschmeidiger, er liest sich flüssiger – die Worte erreichen die Kunden leichter und lassen das Unternehmen in einem guten Licht erscheinen. Ein Text ist immer eine Visitenkarte, und wer möchte schon gerne eine Visitenkarte mit Fehlern aus der Hand geben?

 

Abbildungsnachweis:

Shutterstock: 182076398 Evgeny Atamanenko

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Kommentare: 2
  • #1

    Laura Elisa Nunziante (Montag, 02 Februar 2015 17:00)

    Hallo,

    ich bin gerade äußerst dankbar für diesen Artikel. Gerade wurde mir ein Text um die Ohren gehauen – inklusive persönlicher Beleidigung – da sich noch Rechtschreibfehler darin befanden. Das ist eigentlich überhaupt nicht meine Art und ich konnte mir es selbst nicht erklären, wie das passieren konnte.

    Aber offensichtlich bin ich da nicht alleine und muss meine Berufswahl nicht überdenken.

    Viiiielen Dank! (Mit Herzchen)

  • #2

    Huberta Weigl (Montag, 02 Februar 2015 17:25)

    Liebe Frau Nunziante,

    ich sehe gerade, dass Sie als Autorin und Texterin arbeiten. Eine Autorin bzw. Texterin ist keine Lektorin, aber Kunden erwarten von einer Texterin, dass sie fehlerfreie Texte liefert. Ich rate immer zum Vieraugenprinzip: Kooperieren Sie in Zukunft mit einem Lektor und alle werden zufrieden sein!

    Ihre Berufswahl müssen Sie sicherlich nicht überdenken! :)

    Herzlichen Gruß
    Huberta Weigl