Dein Tagesplan als wichtiger Helfer im Studium

 

Jeder Tag eines jeden Menschen hat 24 Stunden. Zeit können wir nicht sparen und nicht ausborgen. Und interessanterweise ist sie immer knapp. Oft scheint die Zeit richtiggehend zu verfliegen. Nur die Arbeitsberge bleiben, sodass wir oft gar nicht genau wissen, wo wir am besten anfangen sollen.

 

Wenn du gerade eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit oder vielleicht sogar deine Dissertation schreibst, ist es vermutlich ganz schön stressig. Die meisten Studierenden schreiben ihre Abschlussarbeit nämlich neben einem Job. Manche haben auch Kinder und/oder andere "Päckchen", die sie fordern. Der Druck ist oft riesig.

 

In dieser Situation ist ein Tagesplan besonders hilfreich!

 

Wie du einen Tagesplan erstellst

Schritt 1: Schreibe alle To-dos auf. Wirklich alle!

Wenn du einen Tagesplan machen möchtest, setze dich entweder am Vorabend oder in der Früh ein paar Minuten in Ruhe hin und liste zunächst einmal alles auf, was du machen musst und was du an dem Tag machen willst. Gnadenlos alles! Die Reihenfolge, in der du die Dinge auflistest, ist erst einmal völlig egal.

 

Wenn du magst, kannst du deine To-dos auch in einem Mindmap festhalten. Ich arbeite manchmal mit Listen und manchmal mit Mindmaps.

Um ein Mindmap anzufertigen, nimmst du ein Blatt Papier im Querformat und schreibst das Datum des Tages, den du planen möchtest, in die Mitte. Danach notierst du um das Datum deine To-dos, ringelst diese ein und verbindest die "Blasen", die so entstehen, mit dem Tag in der Mitte. Sollten dir zu einer "To-do-Blase" weitere Ideen kommen, schreibst du sie ebenfalls auf.

 

Wie das Ganze am Ende aussehen könnte, zeigt dir die folgende Skizze.

 

Mindmap für einen Tag

Schritt 2: Markiere alles, was entweder wichtig und/oder dringend ist.

Nimm einen bunten Stift zur Hand und markiere alle Punkte auf deiner vorläufigen To-do-Liste oder deinem Mindmap, die dringend sind. Danach nimm einen anderen bunten Stift zur Hand und markiere alle Punkte, die wichtig sind.

 

Achtung: Dringend und wichtig – das ist nicht immer dasselbe!

 

Wo liegt der Unterschied zwischen "dringend" und "wichtig"?

Wichtige Aufgaben führen dich zu einem wesentlichen Ziel, das du gerne erreichen möchtest. Deine Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation sollte zu dieser Kategorie gehören.

Vielleicht bist du gerade emotional oder gesundheitlich sehr belastet oder  zeitlich mit anderen Dingen sehr eingespannt. Dann ist es natürlich okay, wenn deine Uni- oder FH-Arbeit nicht zu den Top-Prioritäten in deinem Leben gehört. In allen anderen Fällen lohnt es sich, darüber nachzudenken, warum die Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation nicht wichtig ist und wie du sie im Ranking deiner Prioritäten nach vorne bekommst.

 

Für dringende Aufgaben gibt es oft einen Termin. Manchmal gibt es aber auch ohne Termin einen Druck bei Aufgaben, dann sind sie auch dringend. Und ja, du ahnst es vielleicht schon: Eine Aufgabe kann zugleich dringend und wichtig sein!

Mindmap für einen Tag mit farbiger Markierung, was wichtig und was dringend ist

Schritt 3: Entrümple deine To-dos für den Tag.

Wirf jetzt bitte einen kritischen Blick auf deine To-dos des Tages: Ist das wirklich zeitlich zu schaffen, was dringend und wichtig ist, was du dir da also gerade alles für den Tag vornimmst? 

 

Wenn nein, streiche radikal alles weg, was du an dem Tag nicht unterbringst. Überfüllte To-do-Listen tragen dazu bei, dass du dich rasch einmal schlecht fühlst und denkst, du leistest zu wenig. 

Hinweis auf Freebie: Klicke hier!

Schaue ruhig mal wie eine gute Freundin oder ein guter Freund auf deine Liste: Was würde sie bzw. er dir raten? Was kannst du streichen? Entrümpelte To-do-Listen sind der erste Schritt raus aus der dauernden Überforderung.    

Schritt 4: Mach einen Tagesplan mit chronologisch gereihten To-dos.

Notiere nun alle To-dos, die für den Tag übrig bleiben, in Listenform. Bringe die To-dos entweder gleich oder im nächsten Schritt in die Reihenfolge, in der du sie abarbeiten möchtest. Überlege dir bitte, womit du beginnst.

 

Ich setze die schwierigste Aufgabe oder die Aufgabe, die mit inneren Widerständen verbunden ist, gern an den Beginn des Tages (bin allerdings auch selbstständig und kann mir meinen Tag frei einteilen). 

 

Alles, was auf deiner Ausgangsliste oder deinem Mindmap steht und was du an dem Tag nicht untergebracht hast, packst du in eine eigene Liste. Am Ende des Planungsprozesses hast du also zwei Listen: eine Tagesliste bzw. einen Tagesplan und eine "Resteliste".

 

Ich selbst hake auf der Tagesliste immer die einzelnen Punkte ab, sobald ich sie erledigt habe. Es tut mir gut, meine Erfolge sichtbar zu machen.

Welche Vorteile hat ein Tagesplan in Form einer strukturierten To-do-Liste?

  • Du fühlst dich nicht erdrückt von deinem Arbeitsberg.
  • Du fühlst dich weniger zerrissen.
  • Die Liste hilft dir, zwischen dringenden und wichtigen Arbeiten zu unterscheiden.
  • Du arbeitest systematischer.
  • Du kannst dich leichter auf den Punkt der To-do-Liste konzentrieren, an dem du gerade arbeitest, und vergisst nichts.
  • Durch das Abhaken der erledigten Punkte sorgst du (ganz wichtig!) für sichtbare Erfolgserlebnisse. 

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