Weihnachten und die Bachelor- oder Masterarbeit

Wie du mit deinem Schreibprojekt in diesen Tagen gut vorankommst

Es ist Weihnachten und viele Studierende, besonders diejenigen, die berufstätig sind, hoffen, in den nächsten zwei Wochen mit ihrer Bachelorarbeit oder Masterarbeit oder auch Dissertation ein gutes Stück voranzukommen. Diese Tage bieten sich tatsächlich an, um in Ruhe zu recherchieren, zu lesen und/oder zu schreiben – und das alles ohne die üblichen Belastungen des Berufsalltags.

 

 

Gleichzeitig ist aber Weihnachten, da möchte man doch die Zeit mit der Familie bewusst gestalten. Vielleicht sind sogar Kinder da, für die man es besonders gemütlich machen will. Und dann sollte natürlich auch noch Zeit für die eigene Erholung bleiben. Ein ziemlicher Spagat, finde ich! Deshalb kommen hier ein paar Tipps von mir, damit du alles unter einen Hut bekommst und auch die Entspannung nicht auf der Strecke bleibt. 

 

Und falls du dir richtig viel Motivation wünschst:

Am 29. Dezember startet die nächste Schreibgruppe!

 

Sechs Wochen Community, Austausch, Workshops und jede Menge Motivation: gemeinsam recherchieren, lesen und schreiben. Jeden Tag vormittags und abends die Möglichkeit zum Co-Working auf Zoom. 

Mein wichtigster Rat: Überlasse es nicht dem Zufall, wie die kommenden Tage aussehen!

Auch wenn es verlockend ist: Lass dich nicht einfach treiben, sondern gestalte die nächsten vierzehn Tage ganz bewusst. Wenn du es dem Zufall überlässt, wann du etwas für deine Bachelorarbeit oder Masterarbeit machst, dann schaut möglicherweise am Ende zu wenig heraus. 

 

Also, ran an die Planung!

 

Wie immer empfehle ich dir, mit einer „gnadenlosen Liste“ zu starten. Warum nenne ich sie „gnadenlos“? Weil es zu Beginn immer gut ist, einmal alles zu notieren, was so an To-dos, Wünschen und Erwartungen da ist. Gnadenlos alles. Lass da deinen Eingebungen ruhig freien Lauf!

 

Schritt 1: Mache eine Liste!

Nimm also Stift und Papier und mache eine Liste mit all den Dingen,

  • die in den nächsten Tagen anstehen.
  • die du gern erledigen möchtest.
  • auf die du Lust hast.
  • die dir guttun.

Notiere unbedingt alles, was dir einfällt. Lass dir Zeit, so lange, bis du das Gefühl hast, wirklich alles aufgeschrieben zu haben, was dir dazu in den Sinn kommt.

 

Schritt 2: Triff eine Auswahl.

Nun betrachte deine Liste mit den Augen einer guten Freundin oder eines guten Freundes. Überlege, welchen Dingen du Raum geben möchtest und welchen nicht. Frage dich, während du das machst, was davon wirklich wichtig ist und was du vielleicht streichen oder verschieben kannst. Wirklich wichtig ist übrigens auf jeden Fall die Erholung!

 

Ach, und schau, wo du meinst, Bedürfnisse anderer befriedigen zu müssen (ein interessantes Thema gerade zu Weihnachten!). Vielleicht kannst du solche Aktivitäten dieses Jahr einmal streichen oder mindestens auf ein Minimum reduzieren. Denn: Du bist wichtig!

 

Schritt 3: Plane die kommenden zwei Wochen.

Male dir eine Zweiwochenübersicht auf oder drucke dir kostenlos eine von Kalenderpedia aus (stöbere doch ruhig mal auf der Website, da gibt es wirklich unzählige Kalender). Trag in die Übersicht ein, was du in etwa an welchem Tag machen möchtest. Eine grobe Planung genügt erst einmal.

 

Wichtig ist, dass du in diesem Schritt auch definierst, an welchen Tagen du dich mit deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit beschäftigen möchtest. Mein Tipp: Plane dabei auch Tage ein, in denen deine Abschlussarbeit ruhen darf. Es ist ungeheuer entlastend, wenn wir klar festlegen, wann wir uns nicht um etwas Bestimmtes kümmern müssen oder wollen.

 

Schritt 4: Mache einen Weihnachtsplan für deine Bachelorarbeit oder Masterarbeit.

Okay, du hast dir nun überlegt, an welchen Tagen du an deinem Schreibprojekt arbeiten möchtest und wann nicht.

Schau dir als Nächstes bitte deine Arbeitstage an und definiere die Zeitfenster, in denen du dich mit deiner Uni-Arbeit beschäftigen wirst. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

 

26. Dezember: 17 bis 20 Uhr

27. Dezember: 9 bis 13 Uhr

31. Dezember: 14 bis 15 Uhr

2. Jänner: 9 bis 12 Uhr

6. Jänner: 16 bis 18 Uhr

 

Dann machst du eine To-do-Liste und notierst dort alle Arbeiten, die gerade anstehen. Wenn du magst, kannst du auch gern wieder mit einer „gnadenlosen Liste“ beginnen, indem du alles aufschreibst, was du für deine Bachelorarbeit oder Masterarbeit machen musst, um fertig zu werden. Danach wählst du aus, was du in den Weihnachtsferien machen wirst.

 

Die meisten Studierenden überschätzen übrigens ihr Arbeitstempo. Die Dinge brauchen meistens viel, viel länger als gedacht. Daher mein Rat: Versuche möglichst realistisch zu planen. Wenn du nämlich das, was du dir vornimmst, tatsächlich schaffst, wird dir das richtig guttun. Erfolge stärken dich!

 

Übernimm die Regie!

Die kommenden zwei Wochen halten erfahrungsgemäß eine Menge Herausforderungen bereit. Ein Plan kann dir dabei helfen, dass das, was dir wichtig ist  und dazu gehört eben auch dein Schreibprojekt –, genug Raum bekommt. Überlasse es nicht dem Zufall, was wann passiert, sondern sei so etwas wie die Regisseurin bzw. der Regisseur deiner Weihnachtsferien. 

 

Ich wünsche dir frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und produktive Arbeits- und Schreibsessions!