Journaling: Wie dich ein Rückblick stärken kann

Die Kraft des Wochen- und Monatsrückblicks

Fotos von mehreren Tagebüchern. Bezeichnet: Jornaling. Die Kraft des Wochen- und Monatsrückblicks

Seit mehreren Jahren gehört Journaling zu meiner Morgenroutine. Ich schreibe nicht jeden, aber fast jeden Tag in der Früh für mich. Manchmal schreibe ich auch zwischendurch oder am Abend. Ich empfinde das Schreiben als unterstützend, klärend und entlastend. Mein Journal ist ein Stück emotionales Zuhause für mich.

Meine Journalingpraxis verändert sich laufend. Es ist schön, das zu beobachten. Sie ist in den letzten Jahren vielfältiger, kreativer und sehr frei geworden, in vielerlei Hinsicht auch bunter.

 

Seit diesem Jahr mache ich regelmäßig einen Wochen- und einen Monatsrückblick. Wie und warum ich das mache, möchte ich dir in diesem Beitrag erzählen.

Wie ich meinen Wochen- und Monatsrückblick schreibe

Ich lege dafür immer eine eigene Seite an, genau genommen, die nächste komplett freie Seite, und mache eine Liste.

 

Bevor ich meinen Wochenrückblick schreibe, lese ich nochmals die Tageseinträge quer. Bevor ich meinen Monatsrückblick mache, lese ich vor allem die letzten Wochenrückblicke.

 

Beim Rückblick selbst notiere ich mir nur positive Dinge: Was habe ich Schönes gemacht oder erlebt? Mit welchen Menschen hatte ich wohltuende Begegnungen? Was hat mich bereichert? Wo fühle ich mich beschenkt? Wo bin ich mit meiner Arbeit oder in meiner Entwicklung ein Stückchen weitergekommen?

 

Groß und bunt ...

Manchmal schreibe ich den Rückblick in deutlich größeren Buchstaben als sonst, manchmal schreibe ich auch in Großbuchstaben. Manchmal schreibe ich mit meinem Fineliner, manchmal mit dicken, bunten Acrylstiften.

 

Immer mal wieder draufschauen ...

Manchmal lasse ich mein Journal, sobald ich fertig bin, mit der aufgeschlagenen Rückblicksseite in der Küche (das ist mein Lieblingsjournalingort) liegen. Ich schaue einfach gern immer mal wieder auf das, was gerade gut ist oder war. Es lässt mich mein Leben als eine Art Schatz begreifen, auch wenn es Tiefen gibt.

 

Entdecke die Freude am Journaling

Vielleicht hast du jetzt auch Lust bekommen, mit dem Journaling zu beginnen und regelmäßig Rückschau zu halten. Oder du hast bereits ein Journal oder Tagebuch und überlegst, ob solche Rückblicke auch etwas für dich sind. Daher jetzt ein paar Gründe, warum es gut sein kann, schreibend Rückschau zu halten. 

 

Drei Gründe, um zurückzublicken

1 Ein Rückblick hilft dir, deine Entwicklungen zu erkennen.

Oft wünschen wir uns aus ganzem Herzen, dass wir anders denken, anders fühlen oder in bestimmten Situationen anders agieren. Wir fragen uns, wie wir nur endlich dorthin kommen. Und wenn die Veränderung dann eintritt, wird sie, das ist zumindest meine Erfahrung, sehr rasch ganz selbstverständlich. Die Rückschau kann dir dabei helfen, Veränderungen bewusster wahrzunehmen und das, was gerade an Entwicklung passiert ist, als eben gar nicht so selbstverständlichen Schritt zu würdigen.

 

2 Ein Rückblick kann dir zeigen, was alles Gutes in deinem Leben ist.

Unser Gehirn scannt die ganze Zeit unsere Umwelt. Es lotet aus, wo Gefahr droht. Ständig prüft unser Nervensystem, ob wir sicher sind oder nicht. Das ist einer der Gründe, warum wir negativen Dingen so viel Aufmerksamkeit schenken. Mit einem Rückblick können wir auf all das schauen, was gerade gut läuft. Selbst in den schwierigsten Momenten unseres Lebens gibt es immer auch wohltuende Begegnungen oder Gespräche, bereichernde Erlebnisse etc. Die dürfen mehr Raum bekommen! 

 

3 Mit einem Rückblick kannst du deine Ziele leichter im Auge behalten.

Indem du Rückblicke schreibst, kannst du besser verstehen, welche Schritte du unternehmen musst, um deine Ziele zu erreichen. Du kannst deine Strategien anpassen, um sicherzustellen, dass du auf dem richtigen Weg bist. Dabei kann es hilfreich sein, wenn du dich immer mal wieder fragst, ob das Ziel, das du verfolgst, gerade in dein Leben passt.

 

Themenspezifische Rückblicke

Ich selbst ordne meine Rückblicke nicht thematisch. Ich schreibe einfach drauflos. Gerade dieses Schreiben ohne System macht das Ganze zu so einem lustvollen, freien Prozess. Wenn es dir lieber ist, kannst du aber natürlich auch gezielt einzelne Themen in deinem Wochen- oder Monatsrückblick aufgreifen und systematisch durchgehen.

 

Hier ein paar Ideen:

  • inneres Wachstum
  • Beruf
  • Studium
  • Hobby
  • Gesundheit und Fitness
  • persönliches Wohlbefinden

 

Ein paar Gedanken zum Schluss

Die Magie des geschriebenen Wortes

Es ist erstaunlich, wie das einfache Aufschreiben unserer Gedanken und Erlebnisse uns helfen kann, uns selbst besser zu verstehen. Das geschriebene Wort hat die Kraft, uns zu erden, uns zu zentrieren und uns daran zu erinnern, wer wir sind und wo wir hinwollen. Ein Journal oder auch Tagebuch ist wunderbarerweise immer da, auch mitten in der Nacht.

 

Die Freude am kreativen Ausdruck

Neben den emotionalen Vorteilen ist Journaling auch eine wunderbare Möglichkeit, kreativ zu sein. Ob du nun mit Farben, Skizzen oder Collagen arbeitest oder einfach nur mit Worten – dein Journal ist ein Ort, an dem du dich frei ausdrücken kannst, ohne Urteile oder Einschränkungen. Das kann sehr viel Spaß machen!

 

Die Verbindung zur Vergangenheit

Diesen Punkt möchte ich abschließend gern nochmals herausgreifen. Journaling bietet dir die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu reisen. Wenn du durch alte Einträge blätterst, kannst du sehen, wie du dich im Laufe der Zeit entwickelt hast, was du Schönes erlebt hast, vor allem aber auch, welche Herausforderungen du gemeistert hast. 

 

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Abbildungsnachweis: Shutterstock.com, Bildnr. 1643309290 (aktuell kein Urheber abrufbar | Stand: 16.8.2023)