Wie schreibt man ein Exposé für eine Bachelorarbeit, eine Masterarbeit, eine Diplomarbeit oder eine Dissertation?

Exposé schreiben: Hand, die etwas auf ein Papier notiert

Hier bist du richtig, wenn du wissen möchtest, wie du ein Exposé für deine Bachelorarbeit, Masterarbeit, Diplomarbeit oder Dissertation etc. schreibst bzw. woraus sich ein Exposé zusammensetzt.

 

Auch auf die Frage, wann der beste Zeitpunkt ist, um ein Exposé zu schreiben, werde ich hier eingehen.

 

Und falls du meinst, dass du gar kein Exposé brauchst (zum Beispiel weil deine Betreuerin oder dein Betreuer keines verlangt), möchte ich dir gern erklären, warum es so wichtig ist, ein Exposé zu schreiben.

 

Woraus besteht ein Exposé?

Ein Exposé umfasst mehrere Teile:

  • das Konzept (Fließtext),
  • ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis,
  • ein vorläufiges Literaturverzeichnis,
  • einen Zeitplan.

1 Das Konzept

Das Konzept ist ein ca. zwei bis drei Seiten langer Fließtext, in dem du darlegst, worum es in deiner Arbeit geht, wie der Forschungsstand aussieht, welche Ziele du mit deiner Arbeit verfolgst, wie du vorgehen wirst (Aufbau) und welche Methode(n) du anwenden wirst. Wenn du Hypothesen formulieren musst, dann ist der Exposé der richtige Platz, um sie darzulegen.

 

Alle diese Punkte (Formulierung der Zielsetzung, Reflexion des Forschungsstandes etc.) solltest du dann in ausführlicher Form natürlich auch in der Einleitung deiner wissenschaftlichen Arbeit thematisieren. Im Gutachten bzw. bei der Benotung spielen sie eine ganz wesentliche Rolle.

 

2 Das vorläufige Inhaltsverzeichnis

Eine grobe Gliederung bzw. ein vorläufiges Inhaltsverzeichnis gehört zu einem Exposé unbedingt dazu. Zumindest die Überschriften der Hauptkapitel solltest du auflisten. Ich rate dir außerdem, den jeweiligen Umfang, den die einzelnen Kapitel in etwa haben werden, neben die Überschriften zu schreiben (eine grobe Schätzung in Fünferschritten genügt, also: 5 Seiten, 10 Seiten etc.). Aus der Seitenzahl kann deine Betreuerin bzw. dein Betreuer nämlich ablesen, wie du den Inhalt deiner Bachelorarbeit, Masterarbeit bzw. Doktorarbeit gewichtest.

 

3 Das vorläufige Literaturverzeichnis

Du kannst kein Exposé schreiben, wenn du dir nicht einen Überblick über die wichtigste Literatur verschafft hast, und genau die gehört ins vorläufige Literaturverzeichnis!

 

4 Der Zeitplan

Im Zeitplan hältst du fest, bis wann einzelne Arbeitsetappen abgeschlossen sein werden. Es genügt, wenn du die wichtigsten Etappen mit Termin anführst.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um ein Exposé zu schreiben?

exposé schreiben, richtiger zeitpunkt

Sobald du einigermaßen einen Überblick über dein Thema gewonnen hast und die grundlegende Literatur kennst, solltest du ein Exposé schreiben.

 

Mit dem Exposé legst du das Thema und den Zuschnitt deiner Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation fest. Sobald du es mit deiner Betreuerin oder deinem Betreuer besprochen hast, kannst du richtig loslegen.

 

Wozu braucht man überhaupt ein Exposé?

Ein Exposé erfüllt mehrere Funktionen:

  • Du wirst dir klar, welche Fragen im Mittelpunkt deiner Arbeit stehen und wie umfangreich welches Kapitel sein wird.
  • Deine Arbeit erhält klare Konturen.
  • Es hilft, Schreibblockaden zu vermeiden.
  • Es hilft, wenn du an "Aufschieberitis" leidest.
  • Und: Ein Exposé ist eine wichtige Grundlage für eine gute Betreuung. Auf der Basis des Exposés lassen sich der Schwerpunkt, der Aufbau und der Umfang leichter mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer besprechen.

 

Tipps für das Exposé

  • Erkläre im Fließtext nicht nur, welche Fragen du in deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit verfolgen wirst, sondern gehe auch kurz auf den Forschungsstand ein oder gib zumindest einen Überblick über die wichtigste Literatur. Vergiss dabei nicht die Belege (wenn du eine Autorin bzw. einen Autor nennst, musst du einen Beleg setzen).
  • Erzähle keine Banalitäten, zum Beispiel, wie du Literatur gesucht hast, dass du auch Online-Publikationen für die Arbeit verwenden willst etc. (es sei denn, deine Uni oder FH verlangt das).
  • Das vorläufige Literaturverzeichnis sollte sowohl selbstständige als auch unselbstständige Publikationen beinhalten (also Bücher und Aufsätze). Unwissenschaftliche Publikationen – dazu zählen etwa Ratgeber oder Webseiten, die sich an ein breites Publikum wenden – solltest du nur dann in dein Literaturverzeichnis aufnehmen, wenn du dieselben Informationen nicht in wissenschaftlichen Publikationen findest. 
  • Achte bitte darauf, dass du das Literaturverzeichnis präzise nach deinen Zitierregeln erstellst. Mein Tipp: Literaturverwaltungsprogramme wie Citavi oder Zotero können eine große Hilfe beim Erstellen eines korrekten Literaturverzeichnisses sein.
  • Auch wenn es dir schwerfällt: Den Termin für die Abgabe deiner Arbeit solltest du im Zeitplan möglichst präzise angeben, am besten mit Tag oder Kalenderwoche.  
  • Und zum Schluss: Lies dein Exposé sorgfältig Korrektur. Arbeite nach dem Vier-Augen-Prinzip, gib es also auch noch jemand anderem zum Korrekturlesen.

 

Antwort auf häufig gestellte Fragen zum Exposé bzw. Konzept:

Was genau ist ein Exposé?

Ein Exposé ist eine Projektskizze. In deinem Exposé erklärst du, worum es in deiner Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation geht, mit welchen Fragen du dich beschäftigst, was das Ziel der Arbeit ist und mit welchen Methoden du arbeitest. In manchen Fächern ist es auch üblich, die Hypothesen im Exposé darzulegen.

 

Klingt kompliziert? Dann eine weitere Erklärung: Stell dir vor, du bist selbstständig und jemand beauftragt dich mit einer Studie, für die er dir 30 000 Euro bezahlt. Bevor er dir den Auftrag erteilt, möchte er präzise wissen, wie du vorgehst bzw. arbeitest. Genau das erklärst du in deinem Exposé! Das Exposé ist die Grundlage für den Auftrag.

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Exposé und einem Abstract?

Ich weiß, dass es manchmal Verwirrung rund um die Begrifflichkeiten gibt. Ein Abstract ist ein Text, der in etwa eine halbe bis drei viertel Seite umfasst und klar darlegt, worum es in der Arbeit geht. Ein Abstract schreibt man erst ganz zum Schluss. Es ist so etwas wie der Klappentext eines Romans, der die Leserinnen und Leser in sehr kompakter Form über den Inhalt bzw. die Ergebnisse informiert. Das Exposé schreibst du ganz zu Beginn, ohne dass du noch weißt, was am Ende herauskommt.

 

"Meine Betreuerin bzw. mein Betreuer verlangt gar kein Exposé!

Soll ich trotzdem ein Exposé schreiben?"

Einige Lehrende üben das Schreiben eines Exposés bereits in den Seminaren mit den Studierenden. Anderen wiederum ist die große Bedeutung, die das Exposé im Arbeits- bzw. Betreuungsprozess spielt, gar nicht klar. Daher verlangen sie selbst bei Abschlussarbeiten kein Exposé.

 

Die negativen Folgen können weitreichend sein:

  • auf Seiten der Studierenden: Verunsicherung, Motivationsprobleme, Schreibblockaden, Ärger, Frust etc.
  • auf Seiten der Lehrenden: mangelnde Kenntnis, was die/der Studierende plant, und – darauf basierend – keine Möglichkeit, sie/ihn gut zu betreuen
  • auf beiden Seiten: unterschiedliche Erwartungen, Missverständnisse, Kommunikationsprobleme etc.

Ich würde dir daher raten: Schreib ein Exposé. Du wirst sehen, dass sich die Mühe lohnt! Apropos: Du kannst statt Exposé auch Exposee schreiben, aber Expose ist falsch. :)

 

Wie sieht es mit dem Verhältnis von Exposé und Einleitung aus?

Der Fließtext deines Exposés ist der vorläufige Text deiner Einleitung. Sobald dein Exposé genehmigt wurde, kannst du den Teil, in dem du den Zuschnitt der Arbeit, die Wahl der Methode etc. erklärst, in das Kapitel "Einleitung" kopieren und dich dann an die weiteren Kapitel machen. Feile erst mal nicht weiter an deinem Einleitungstext. Erst wenn du mit deiner Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation fertig bist, also die Zusammenfassung geschrieben hast, machst du dich nochmals an die Einleitung und polierst den Text.

 

Hilfe beim Schreiben deines Exposés

Mein Name ist Huberta Weigl. Seit vielen Jahren unterstütze ich Studierende in Form von Coachings und Workshops beim Schreiben ihrer Uni-Arbeit. Ich mache das vor dem Hintergrund von sehr viel Erfahrung.

 

Ich unterstütze dich gern, wenn du gerade ein Exposé schreiben sollst und nicht vorankommst. Auch wenn in dir nur Chaos und Verzweiflung sind, sobald du an dein Exposé denkst, bist du bei mir richtig.

 

Huberta Weigl (c) andrea sojka fotografie
Huberta Weigl (c) andrea sojka fotografie

25 Seiten Tipps für den Aufbau deiner Uni-Arbeit, für das Abstract, das Vorwort, die Einleitung sowie das Schlusskapitel

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Abbildungsnachweis:

Ganz oben: Shutterstock.com: Bildnummer: 158576756, Urheberrecht: Photographee.eu; Mitte: Bildnummer: 117690760, Urheberrecht: wavebreakmedia

Kommentare: 9 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Markus (Montag, 06 August 2012 12:28)

    Hallo,
    danke für den interessanten Blog, er begleitet mich seit meiner Themenfindung, Anfangsphase und momentan auch in der Hochphase der Diplomarbeit. Danke auch für die vielen Posts, man muss sich die relevanten aussuchen...
    Zum Exposé: Seitdem ich ein Konzept verfasst habe, wird die Zielrichtung klarer. Mein Betreuer wollte von mir ein "Konzept". Instinktiv habe ich auch noch eine Literaturliste erstellt und bin dem von Ihnen beschriebenen "Exposé" sehr nahe gekommen.
    Ich hatte keinen Zeitplan, das ist auch das größte Problem...
    Die Gliederung ist tatsächlich immer nur vorläufig, in meinem Fall hat sie sich entwickelt...
    Vielen Dank soweit, auch die UTB Studier Seite ist überigends sehr wertvoll...
    Viele Grüße,
    markus

  • #2

    Christian Müller (Montag, 06 August 2012 12:32)

    Hallo,

    ich coache unter anderem auch Studenten und begleite diese als Lernbegleiter bei Ihren Haus-, Studien-, Bachelor- und Masterarbeiten. Das Exposé ist meines Erachtens nach in den letzten Jahren wichtiger geworden und wird auch immer öfter verlangt.

    Das ist aus meiner Sicht eine positive Entwicklung, denn so muss sich der Student wirklich mit seinem Thema und seiner Arbeit auseinandersetzen. Nur wenn er - oder sie - weiß, wie die Arbeit aussehen soll, kann das Exposé auch vernünftig werden.

    Daher kann ich die Botschaft des Artikel voll unterschreiben und verlange von meinen Coachees immer ein Exposé - auch wenn das offiziell gar nicht nötig wäre.

    Gruß,
    Christian

  • #3

    huberta (Montag, 06 August 2012 13:22)

    Lieber Markus,

    ich freue mich über Ihr positives Feedback. Danke!
    Manche sagen "Konzept", manche "Exposé" - Hauptsache man schreibt eines. :)

    Die Literaturliste ist wichtig, weil die Betreuerin bzw. der Betreuer sieht, was die Studentin bzw. der Student kennt und dann leichter Tipps geben kann.

    Ja, die Postings auf FB haben unterschiedliche Themen, das stimmt! Das hat damit zu tun, dass ich auch ganz verschiedene Kundinnen und Kunden habe (mit unterschiedlichen Interessen) und außerdem auch einfach einmal etwas poste, was ich nett und lustig finde. Auch Spaß muss sein! :)

    Von UTB habe ich übrigens gerade ein Buch zur Rezension da, das sich an Lehrende und Studierende wendet. Die Rezension werde ich hier als Blog-Artikel veröffentlichen.

    Zum Thema Zeitmanagement biete ich immer wieder Workshops an. Falls Sie in Wien leben, ist das vielleicht etwas für Sie. Programm folgt hoffentlich bald.

    Herzlichen Gruß und alles Gute für die Arbeit!
    Huberta Weigl

  • #4

    huberta (Montag, 06 August 2012 13:26)

    Liebe Christian,

    ich freue mich, dass Du das auch so siehst.

    Ich habe im Sommersemester 20 Studierende des Instituts für Kunstgeschichte auf dem Weg zu ihrer Diplomarbeit in einer "Schreibwerkstatt" (als Lehrveranstaltung) begleitet. Dabei habe ich wieder einmal gesehen, dass etwa ein Drittel der Studierenden zu Beginn des Semesters kein Exposé geschrieben hatte bzw. keines schreiben wollte, weil die Lehrenden es nicht verlangt haben.

    Im Rahmen der Übung haben dann letztendlich aber doch alle ein Exposé geschrieben - und alle haben daraus großen Nutzen gezogen.

    Herzlichen Gruß, Huberta

  • #5

    Farida (Mittwoch, 18 Februar 2015 17:03)

    Liebe Leser,

    heute Vormittag stellte ich - nach 14 stündigem Zeiteinsatz!!! - mein Exposé fertig. Ich erkenne bereits jetzt!!! beim Start meiner Thesis die Vorteile die sich dadurch abzeichnen. Durch die strenge Restriktion die ich im Exposé vorgenommen habe, bin ich unglaublich fokussiert!
    Auch meine Betreuung (ich schreibe die Thesis für einen DAX-Konzern) fand diese "Zusammenfassung" sehr hilfreich. Nicht zuletzt die Genauigkeit der Zielsetzung, sondern i.a. die Formulierung der Problemstellung leisten einen wesentlichen Beitrag in Hinblick auf die künftige Vorgehensweise.

    Die Nachricht soll jeden ermutigen am Ball zu bleiben!!!

    Die Frage die mich noch interessiert lautet wieviel Zeitstunden man sich insgesamt für Einleitung, Haupteil sowie Schlussteil nehmen sollte! (Zumindest eine grobe Schätzung)

    Angesichts dessen ich - wie oben erwähnt - sehr viel Zeit!? für das Exposé aufgebracht habe, wäre ich dankbar für jede Antwort.

    Beste Grüße

    Farida

  • #6

    Huberta Weigl (Mittwoch, 18 Februar 2015 19:11)

    Liebe Farida,

    dann will ich Ihnen doch gleich antworten. :)

    Zunächst einmal Gratulation zum fertigen Exposé! Und natürlich danke für das positive Feedback zu meinem Blogartikel.
    Das Gefühl, das Sie beschreiben, ist wunderbar - genau darum geht es: die Arbeit möglichst früh auf Schiene bringen!

    Zu Ihrer Frage: Darauf kann ich Ihnen leider keine klare Antwort geben. Wie lange jemand für seine Uni-Arbeit braucht, hängt von so vielen Faktoren ab.

    Aber ich habe zwei Gedanken dazu:

    1.Überlegen Sie einmal, wie viele Seiten Ihr Exposé hat und übertragen Sie das auf Ihre Uni-Arbeit. Dann haben Sie zumindest einen groben Richtwert - freilich nur im Hinblick auf das Schreiben.
    Wenn Sie diese Vorgangsweise verfeinern wollen, schreiben Sie einmal ein Kapitel, schauen Sie dabei auf die Uhr und rechnen Sie das dann hoch.

    2. Als ich meine Diplomarbeit geschrieben habe, habe ich für eine (1) Manuskriptseite (Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5) inkl. Fußnoten in etwa einen Arbeitstag zu 8 Stunden gebraucht. Die Seite war dann aber auch richtig durchformuliert.

    Ob Ihnen das weiterhilft?

    Ich habe übrigens auf Facebook eine Schreibgruppe für Studenten. Dort sind Sie auch willkommen, wenn Sie Fragen stellen wollen:
    http://www.schreibwerkstatt.co.at/schreibcoaching/schreibgruppe-f%C3%BCr-studierende-facebook/

    Wenn Sie Lust haben, können Sie auch noch den Blogartikel "Wie schnell schreibst du?" lesen. http://www.schreibwerkstatt.co.at/2014/02/13/wie-schnell-schreibst-du/
    Es geht dort nicht um wissenschaftliches Schreiben, aber die Überlegungen lassen sich durchaus auch auf Ihre Arbeit übertragen.

    Herzlichen Gruß
    Huberta Weigl

  • #7

    Sophie (Mittwoch, 30 März 2016 15:49)

    Hallo,
    ich möchte demnächst mit meiner Bachelorarbeit anfangen und hätte dazu eine Frage zum Exposé. Grundsätzlich weiß ich, wie man ein Exposé schreibt. Aber ich bin mir nicht sicher, wie ich das fertige Exposé in meine Arbeit einbaue. In einem Kurs wurde gesagt, dass man das Exposé in die Arbeit aufnehmen kann und damit hätte man schon die ersten Seiten der Bachelorarbeit. Aber jetzt weiß ich nicht genau wohin damit. Kann ich das fertige Exposé nach der Einleitung als eigenen Punkt hinzufügen und danach mit dem Haupttext weiterschreiben oder wie mach ich das am Besten.

    Vielen Dank im Voraus für die Hilfe.

  • #8

    Huberta Weigl (Donnerstag, 31 März 2016 09:55)

    Liebe Sophie,

    in der Regel geht man in der Einleitung auf all die Punkte ein, die auch im Exposé thematisiert werden: Forschungsfrage, Forschungslage, Zielsetzung, Methode etc. Insofern werden Sie große Teile des Exposés für die Einleitung verwenden können.

    Sie finden hier im Blog übrigens auch Artikel zu dem Themen "Einleitung schreiben" und "Forschungslage schreiben".

    Herzlichen Gruß
    Huberta Weigl

  • #9

    Anonym (Donnerstag, 07 Mai 2020 14:08)

    Hallo,

    Ich finde im Internet überall Anleitungen wie diese, die nahelegen, was in einem Exposé enthalten sein soll und habe mich auch daran gehalten. Mein Professor (BA-Arbeit) war jedoch sehr unzufrieden damit und hat mich korrigiert, dass u.a. eine "vorläufige Gliederung" nicht Teil eines Exposés sei, da diese sich ja noch ändern kann in der fertigen Arbeit (deswegen ja auch "vorläufig"...).
    Zudem ist die Länge der Exposés (bei einer gleich langen Arbeit) auch sehr variabel bei meinen Professoren. Manchmal muss ich ein Exposé mit maximal 2 Seiten, manchmal mit maximal 10 schreiben (die Arbeit ist 20-30 Seiten lang).
    Ich frage mich, ob das eine Eigenheit meiner Professoren ist, oder ob sich dafür eine andere Erklärung findet.
    LG