Welche Fallstricke lauern, wenn du eine fremde Facebookgruppe übernimmst?

Gruppe von Jugendlichen mit Smartphones

Ein Gastartikel von Frank Katzer

Eine eigene Facebookgruppe lässt sich vor allem im Dienstleistungsbereich gut als Marketinginstrument nutzen – zum Beispiel, indem man dort sein Wissen einbringt, die Gruppenmitglieder unterstützt und so seine Expertise unter Beweis stellt.

Daher klingt das Angebot, eine fremde Gruppe zu übernehmen (vor allem, wenn sie groß ist) erst einmal gut. In Wirklichkeit gibt es aber allerhand Fallstricke.

Folgende Fragen solltest du vorab für dich klären, bevor du eine fremde Facebookgruppe übernimmst:

  • Was willst du mit der Gruppe? Was genau ist dein Ziel?
  • Welche Leute sind in der Gruppe?
  • Was ist die Erwartungshaltung der Gruppenmitglieder?
  • Sind die Menschen vor allem wegen des bisherigen Admins in der Gruppe (persönliche Bindung) oder ist es ihnen egal, wer die Gruppe betreut?
  • Ist zumindest ein Teil aktiv in der Gruppe? Viele Gruppenmitglieder stellen die Benachrichtigungsfunktion ab und bleiben in der Gruppe, schauen da aber nie hinein. Das heißt: Eine große Gruppe kann auch eine tote Gruppe sein, also eine Gruppe, in der sich nichts tut. Und das ist dann natürlich für dich als Admin wenig interessant.
  • Tauschen sich die Mitglieder untereinander aus? Helfen sie einander weiter, so dass du als Admin nicht ständig gefordert bist? Wenn ja, was ist das für ein Austausch? In manchen Gruppen geht es ziemlich unfreundlich zu und das erhöht natürlich den Betreuungsaufwand für den Admin.
  • Und: Was ist das für eine Gruppe?

Gruppentypen

In meinen Augen gibt es drei Gruppentypen:

 

  • Die Forengruppe: Hier tauschen sich die Gruppenmitglieder untereinander aus. Der Admin ist nur Moderator.
  • Die Expertengruppe: In so einer Gruppe lieferst du als Experte Wissen, das die Mitglieder lesen und kommentieren.
  • Eine Mischung aus Foren- und Expertengruppe: Das bedeutet, dass du die Gruppe als Experte betreust (vielleicht auch zusammen mit jemand anderem) und Inputs lieferst, die Gruppenmitglieder werden aber auch von sich aus aktiv, posten also zum Beispiel Fragen oder stellen relevante Inputs in die Gruppe.

Wenn die Gruppe, die du übernehmen kannst, eine reine Forengruppe ist, dann bringt dir das für dein Marketing nichts. Nur eine Expertengruppe oder (besser) eine Mischung aus Foren- und Expertengruppe ist unter Marketinggesichtspunkten interessant.

Meine Erfahrung mit einer fremden Facebookgruppe

Ich habe schon einmal eine Facebookgruppe übernommen, die damals bei der Übernahme etwa 3.000 Mitglieder hatte und in der jetzt ca. 6.000 Personen sind. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe, tendiere ich mittlerweile dazu, lieber langsam eine eigene (geschlossene) Gruppe aufzubauen, als eine fremde zu übernehmen.

 

Das hat einen großen Vorteil: Du entwickelst ein viel besseres Gefühl für die Gruppe, weil du von Beginn an mitbekommst, wer der Gruppe beitritt. Und natürlich kannst du Beitrittsanfragen auch ablehnen, wenn du den Eindruck hast, dass jemand nicht in die Gruppe passt.

Mein Fazit

Nicht die Gruppengröße zählt, sondern die Zusammensetzung. Das bedeutet: Eine Gruppe mit 500 Mitgliedern, die sich für dein Thema wirklich interessieren, regelmäßig in die Gruppe schauen und dort auch aktiv sind, ist allemal besser als eine Gruppe mit 5.000 Mitgliedern, in der sich nichts tut.

 

Du brauchst eine Gruppe mit Menschen, die sich für dein Thema begeistern, die dich und deine fachliche Kompetenz schätzen. Bei fremden Gruppen ist das in der Regel nicht der Fall.

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Foto von Frank Katzer

Frank Katzer ist Online-Marketingexperte und unterstützt Selbstständige dabei, im Web sichtbar zu werden und Kunden zu gewinnen. Sein Wissen gibt er in Form von Webinaren, Online-Kursen, Livestreams und Online-Coachings weiter. Wer online mehr erreichen möchte, ist bei Frank Katzer gut aufgehoben.

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» Facebook-Gruppe zum Thema "Mehr Sichtbarkeit"

 

» Facebook-Gruppe für Selbstständige, die bloggen oder einen Blog planen Diese Gruppe moderiere ich gemeinsam mit Frank Katzer.

Abbildungsnachweis (Bild ganz oben):

Shutterstock.com, Bildnr.: 538028968, DisobeyArt.

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