Tipps und digitale Tools für deine nächste Uni-Arbeit

Student mit Laptop auf Treppe sitzend


Ein Gastartikel von Simon Hemetsberger

 

Dir fällt das wissenschaftliche Schreiben im Studium schwer? YouTube und WhatsApp lenken dich von deiner Uni-Arbeit ab, die Literaturrecherche haut nicht hin, die Fußnoten sind ein einziges Durcheinander und du bist so richtig frustriert?

Es ist ein offenes Geheimnis: Das Verfassen von wissenschaftlichen Texten gehört zu den grundlegenden, aber auch anspruchsvollsten Aufgaben im Studium. Besonders im Zeitalter von Social Media, Apps und Co., in dem Texten und Publizieren spontaner, mobiler und schneller funktionieren als je zuvor, haben vor allem Studienanfänger oft das Gefühl, das wissenschaftliche Arbeiten wäre altmodisch oder extrem kompliziert. Tipps und Tools (vor allem auch: Online-Toools) wie sie Andrea Klein in ihrem neu erschienenen Ratgeber präsentiert, können in dieser Situation helfen. 

Uni-Arbeiten schreiben: Ein Leitfaden mit über 100 Software-Tipps

Buchcover: Wissenschaftliche Arbeiten schreiben
© Mitp-Verlag

Wenn es um die Uni-Arbeit geht, haben viele Studierende gerade am Anfang das Gefühl, vor einem riesigen Berg zu stehen, den sie nicht erklimmen können. Die Vorstellung, man müsste ein genialer Schreiber sein oder könnte nur einsam in der stillen Bibliothek seine Arbeit schreiben, um das Ganze zu bewältigen, bremst zusätzlich.

 

Die Autorin, Bloggerin und Lehrende Andrea Klein beschäftigt sich in ihrem 336 Seiten starken Ratgeber sowohl mit den klassischen Themen des wissenschaftlichen Schreibens als auch damit, wie die Schreibpraxis im digitalen Zeitalter tatsächlich aussehen kann.

 

Das macht das Buch spannend und lässt es aus der Menge der Schreibratgeber für Studenten hervorstechen. Bei den 100 Software-Tipps ist für jede Studentin bzw. jeden Studenten etwas Brauchbares dabei!

 

Was du in dem Buch für deine Bachelor- oder Masterarbeit lernst

Aufgrund ihrer langjährigen praktischen Erfahrung in der Vermittlung des wissenschaftlichen Arbeitens verfolgt Klein in ihrem Buch eine Struktur, die die LeserInnen durch die verschiedenen Phasen des Schreibprozesses begleitet:

  • Im ersten Teil „Orientieren und Planen“ geht es um die vorbereitenden Schritte im Arbeitsprozess. Klein präsentiert – jeweils auf deinen persönlichen Motivations- und Organisationstyp abgestimmt – verschiedene Planungsvorschläge und Selbstcoaching-Strategien. Neben den wissenschaftlichen Grundlagen und dem Warum und Wie der Arbeitsplanung gibt sie auch Ratschläge zur Motivationssteigerung durch Selbststeuerung (mentales Kontrastieren, Selbstbelohnung etc.). Dabei stehen für die Autorin als wichtigste Triebfedern für das Gelingen des Schreibprozesses immer die individuellen Motivationsquellen der Studierenden im Vordergrund.
  • Im zweiten Abschnitt zeigt dir die Autorin, wie du Literatur sammelst und dein Material strukturierst (Literaturrecherche und -verwaltung).
  • Im abschließenden, dritten Teil geht es um das Schreiben. Hier kannst du dich u. a. über unterschiedliche Schreibtypen und -methoden informieren –  bist du ein „Versionenschreiber“, ein „Patchworkschreiber“ oder findest du am besten mit Freewriting den Einstieg in die Schreibarbeit? 

Das digitale Plus: Jede Menge Tools für deine Uni-Arbeit!

Die logische Kapitelstruktur, die die LeserInnen beim Verfassen der Uni-Arbeit begleitet, ist mit dem angereichert, worin der eigentliche Mehrwert dieses Buches besteht: Sein großes Plus liegt, wie eingangs angedeutet, in den zahlreichen Ratschlägen und Empfehlungen zum Thema „Software beim wissenschaftlichen Schreiben“.

 

Dazu gehören sowohl eine kritische Auseinandersetzung damit, was Software überhaupt für den Schreibprozess leisten kann (und was nicht), wie auch viele Hinweise zu nützlichen Tools und Apps.

 

Die Autorin klärt darüber auf, ab welchem Kenntnisstand es sinnvoll ist, sich auf einen digital gestützten Schreibprozess einzulassen und welche Software-Kompetenzen dafür grundlegend sind. Klein deckt aber nicht nur die Basics des digitalen Schreibens ab, sondern als praxisorientierte Betreuerin von Studierenden bietet sie sogar Software-Tipps zur leichteren Organisation der Arbeit in Gruppen.

 

Im Anhang des Buches findest du neben einer Art Checkliste zur Strukturierung der Schreibarbeit auch Übersichtstabellen zu nützlichen Programmen und Tools, die thematisch von Mindmapping- und To-Do-Apps bis hin zu Literaturverwaltungsprogrammen und Internetsperren reichen.

Mein Fazit

Das Buch von Andrea Klein bietet sehr viele Informationen. Kaum jemand wird es vermutlich komplett lesen. Es ist eher ein Nachschlagewerk. Inwiefern dir der Schreibratgeber tatsächlich hilft, hängt stark von deinem Kenntnisstand ab: Hast du schon viel Erfahrung mit dem Schreiben von Uni-Arbeiten? Bist du Expertin oder ein Experte für digitale Medien? Wenn ja, wirst du in dem Buch wenig Neues finden können. Wenn du dir aber gerne ein Wissen rund um das wissenschaftliche Schreiben mit digitalen Tools aneignen möchtest, wirst du in dem Buch jede Menge nützliche Tipps finden.

Detailinfos zum Buch

Wissenschaftliche Arbeiten schreiben. Praktischer Leitfaden mit über 100 Software-Tipps

mitp Verlag, 1. Auflage: 2017

336 Seiten, Softcover 

Infos zum Buch auf der Verlags-Website (inkl. Preisangabe für Druck- und digitale Ausgabe)

Zur Autorin

Dr. Andrea Klein unterrichtet wissenschaftliches Arbeiten und betreut Studierende an der Internationalen Berufsakademie der F + U Unternehmensgruppe sowie an Fachhochschulen und Universitäten. Darüber hinaus ist sie auch als Bloggerin tätig (wissenschaftliches-arbeiten-lehren.de).

Bild ganz oben: Shutterstock.com, 96527419, lightpoet

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