Warum der Gang zum Bücherregal so anregend ist

Bibliothek mit zwei Bücherregalen

 

An Universitäten gibt es in der Regel eine Hauptbibliothek mit einem großen Lesesaal, in dem aber nur wenige Bücher aufgestellt sind. Der Großteil des Buchbestandes steht in Magazinen und muss online bestellt werden. Darüber hinaus gibt es an Instituten  Freihandbibliotheken. Das bedeutet: Sie können selbst zum Regal gehen und dort das im Onlinekatalog aufgespürte Buch suchen – oder auch einfach nur mal so stöbern.     

Die Regale der Institutsbibliotheken sind eine wahre Fundgrube

Das Stöbern in Regalen, in denen Bücher thematisch aufgestellt sind, ist nicht nur ein Vergnügen, sondern – gerade wenn man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt – oft auch richtig hilfreich. Ich selbst habe es oft schon erlebt, dass ich in Freihandbibliotheken der Institute meinen Blick über die Regale schweifen lassend auf Literatur gestoßen bin, die mich bei meiner Arbeit weitergebracht hat.

 

Daher mein Tipp: Scheuen Sie den Gang in die Institutsbibliotheken nicht. Fast möchte ich ergänzen: ... solange es sie noch gibt! Denn die Universität Zürich will derzeit 60 kleine Bibliotheken schließen.

Aus meiner Zeit als Assistentin am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Wien weiß ich, dass der Platz für Büros knapp ist und Institute sich bemühen, immer mehr Forschungsprojekte samt externen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihren Räumlichkeiten unterzubringen. Wenn das jedoch auf Kosten des Platzes für Freihandbibliotheken geht, ist das meiner Meinung nach ein Schritt in die falsche Richtung.

Zum Vorhaben der Universität Zürich

Abbildungsnachweis:

Shutterstock.com: Trong Nguyen, Bildnr. 554395264

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