Tipps für fehlerfreie Weihnachtsgrüße

Schneemänner, die nach oben schauen. Dort steht: Schreibtipps für Ihre Weihnachtsgrüße.

 

Rasch noch Weihnachtsgrüße verschicken! Die einen tun es, weil es ihnen ein Anliegen ist, die anderen aus reinem Pflichtbewusstsein. Manche greifen zu Papier und Stift und verschicken ihren Weihnachtsgruß auf dem Postweg, andere wiederum wählen E-Mail, SMS oder WhatsApp. Egal, für welches Medium Sie sich entscheiden: Ihre Weihnachtsgrüße sollten fehlerfrei sein! Ihr Gruß ist nämlich Ihre Visitenkarte und zugleich Ausdruck Ihrer Wertschätzung.

Frohe Weihnachten!

Bei der Formulierung „Frohe Weihnachten“ können Sie nicht allzu viel falsch machen, Sie sollten aber im Auge behalten, dass „Froh“ nur am Anfang einer freistehenden Zeile großgeschrieben wird. Steht es mitten im Satz, schreibt man es klein. Dies gilt natürlich auch für andere Adjektive wie „schöne“, „besinnliche“ oder „friedliche“ in Kombination mit „Weihnachten“ oder auch „Fest“.

Falsch sind also Lösungen wie diese:

Euch allen Schöne Weihnachten!

Wir wünschen unseren Kundinnen und Kunden ein Frohes Fest!

Ich wünsche dir Fröhliche Weihnachten!

Richtig ist hingegen:

Frohe Weihnachten!

Fröhliche Weihnachten!

Wir wünschen Euch frohe Weihnachten!

Ich wünsche Dir ein besinnliches Fest!

Apropos „dir“ und „euch“:

Das Anredepronomen „du“ wird grundsätzlich kleingeschrieben, ebenso die Mehrzahl, also „ihr“. In Briefen, auf Postkarten, in E-Mails etc. ist allerdings auch die Großschreibung möglich. Der Duden empfiehlt sie in diesen Fällen sogar.

Ein gutes Neues/neues Jahr!

Auch bei den Neujahrswünschen passieren erfahrungsgemäß Fehler. Die Gefahr eines Fehlers ist seit Juni 2017 aber deutlich geringer. Durfte man „neu“ bis dahin nur kleinschreiben, weil es sich beim „neuen Jahr“ (im Unterschied eben zum „Heiligen Abend“) nicht um einen Eigennamen oder eine namensähnliche Fügung handelt, ist inzwischen auch Großschreibung erlaubt.

 

Ein Komma setzt man allerdings nach „gute“ nach wie vor nicht. Warum? Weil Sie zwischen „gute“ und „Neues/neues“ gedanklich nicht „und“ einfügen können. Oder anders gesagt, weil es sich hier nicht um gleichrangige Adjektive handelt. Das Jahr ist nicht neu und gut, sondern das neue Jahr soll gut werden. Im Zweifelsfall können Sie immer noch „Prosit Neujahr“ wünschen. :)

So werden Ihre Weihnachtsgrüße persönlich

Auch wenn Sie Ihre Weihnachtsgrüße auf den letzten Drücker verschicken, sollten Sie darauf achten, dass sie persönlich formuliert sind. Besonders unpersönlich finde ich Weihnachtskarten, auf denen ein vorgedruckter Gruß unterschrieben wird.

 

Wenn Sie solche Karten verschicken, dann überlegen Sie sich doch zumindest einen Satz, der auf die Empfängerin bzw. den Empfänger zugeschnitten ist. Beziehen Sie sich zum Beispiel auf etwas, das Sie dieses Jahr gemeinsam erlebt haben, oder sprechen Sie einen besonderen Wunsch aus, der zur Lebenssituation Ihrer Empfängerin bzw. Ihres Empfängers passt.

 

Sollten Sie Ihren Weihnachtsgruß via WhatsApp oder SMS verschicken, macht sich auch hier ein persönlich formulierter Satz gut. Weihnachtsgrüße sollten nämlich niemals Massenware sein.   

So darf ich zum Schluss allen Kundinnen und Kunden der Schreibwerkstatt sowie natürlich auch allen Leserinnen und Lesern meines Blogs frohe Weihnachten wünschen. Kommen Sie gut ins neue Jahr und bleiben Sie der Schreibwerkstatt treu!

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