Fünf Tipps für das Inhaltsverzeichnis deiner Bachelor- oder Masterarbeit

Mädchen mit Laptop auf grünem Sofa

 

Das Inhaltsverzeichnis deiner Bachelorarbeit bzw. Masterarbeit hat eine wichtige Funktion: Es dient als Orientierung, nicht mehr und nicht weniger. Deine Leserinnen und Leser sollen sich rasch zurechtfinden und anhand deiner Gliederung entscheiden können, welches Kapitel für sie relevant ist und was sie lesen sollten, wenn sie nicht die ganze Uni-Arbeit studieren möchten. Damit dein Inhaltsverzeichnis diese Funktion erfüllt, solltest du auf fünf Punkte achten.

Tipp 1: Achte auf die Länge deines Inhaltsverzeichnisses.

Schau, dass dein Inhaltsverzeichnis kompakt ist. "Kompakt" bedeutet, dass deine Leserinnen und Leser den Inhalt deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit rasch erfassen können. Das gelingt ihnen, wenn sich die Gliederung nicht über zig Seiten erstreckt. Das Inhaltsverzeichnis einer Bachelorarbeit mit ca. 40 Seiten sollte meiner Meinung nach auf eine Seite passen. Bei einer Masterarbeit, die rund 80 bis 100 Seiten umfasst, sollte das Inhaltsverzeichnis nicht länger als zwei oder allenfalls drei Seiten sein.

 

Wenn ein Inhaltsverzeichnis besonders lang ist, wurde die Arbeit zergliedert. Das bedeutet: Selbst Abschnitten, die nur einen Absatz umfassen, wurde (zumeist auf unterster Ebene) ein eigener Gliederungspunkt zugewiesen. In so einem Fall zahlt es sich aus, die unterste Gliederunsgebene aufzulösen und die Inhalte in ein Kapitel einer höheren Gliederungsebene zu packen.

Tipp 2: Wähle aussagekräftige Überschriften.

Die einzelnen Überschriften des Inhaltsverzeichnisses sollten einen klaren Hinweis auf den Inhalt der einzelnen Kapitel geben. Wer deine Gliederung sieht, muss sofort wissen, was wo zu finden ist. "Theorie", "Praxis" etc. sind keine aussagekräftigen Überschriften.

Tipp 3: Achte auf eine logische Nummerierung.

Wenn dir deine Uni keine Vorgaben macht (die haben natürlich immer Vorrang), dann würde ich auf allen Ebenen arabische Ziffern verwenden, also 1, 2, 3 etc. Und ein Unterkapitel ist nur sinnvoll, wenn es einen "Gegenspieler" hat. Wenn du also 2.1 hast, brauchst du zumindest ein weiteres Unterkapitel, 2.2.

Tipp 4: Wähle eine schlichte Formatierung für das Inhaltsverzeichnis.

Bei der Formatierung gilt: Weniger ist mehr. Du kannst alle Gliederungspunkte in derselben Schriftart und -größe setzen und das Inhaltsverzeichnis allein durch Einrückungen oder Veränderungen des Zeilenabstandes optisch übersichtlich gestalten. Als Alternative kannst du die Gliederungspunkte der ersten Ebene fett setzen, verändere dann allerdings nicht noch zusätzlich die Schriftart und Schriftgröße. Auf kursiv gesetzte Überschriften würde ich gänzlich verzichten. Die Seitenzahlen bleiben immer ohne besondere Formatierung.

Tipp 5: Prüfe am Ende, ob die Seitenzahlen stimmen.

Durch Korrekturarbeiten kann es immer wieder mal vorkommen, dass sich Textbausteine und/oder Überschriften verschieben. Selbst wenn du dein Inhaltsverzeichnis automatisch von Word anlegen lässt, solltest du am Ende genau prüfen, ob die Seitenzahlen mit denen im Text übereinstimmen. Wir sehen im Lektorat immer wieder, was da zum Schluss alles noch passieren kann.  

Foto von Huberta Weigl

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