Nein, Facebook ist kein Newsletter!

Logo von Facebook und Symbol für Newsletter - beide durchgestrichen

Unlängst bin ich in einer Facebook-Gruppe auf eine Unternehmerin aufmerksam geworden, deren Zeichen-Workshops mich interessiert haben. Da die nächsten Workshoptermine für mich zeitlich nicht gepasst haben, wollte ich ihren Newsletter abonnieren.

Aber: Pech gehabt. Kein Newsletter! Auf meine Nachfrage, warum sie denn keinen Newsletter habe, bekam ich als Antwort: Facebook ist mein Newsletter.

 

Nach wie vor glauben viele Facebook-Nutzer, dass die Plattform als Ersatz für einen Newsletter dienen kann. Das ist aber nicht der Fall. Facebook ist kein Newsletter.

Warum Facebook keinen Newsletter ersetzt

Was wir in unserem Neuigkeitenstream auf Facebook sehen, regelt ein komplexer Algorithmus, der sog. EdgeRank. Facebook möchte uns nur das zeigen, was uns wirklich interessiert (oder von dem Facebook meint, dass es uns interessiert ...).

Unser Interesse misst Facebook anhand unserer Reaktionen auf Posts einer Seite oder eines Profils. Wenn wir mit einer Seite oder einem Profil länger nicht interagieren, also Posts nicht liken, sie nicht kommentieren oder teilen, werden uns die Posts der betreffenden Seite bzw. des betreffenden Profils bald nicht mehr angezeigt. Sie verschwinden aus unserem Stream, und genau deshalb ist Facebook kein Newsletterersatz.

 

Die Workshopanbieterin würde also sowohl sich als auch potenziellen Kunden einen großen Gefallen tun, wenn sie einen Newsletter an ihre Website anbinden und ihre Workshoptermine darüber versenden würde. Nur so kann Sie sicher sein, dass Ihre Information wirklich bei den Interessenten landet.

Wie oft soll man einen Newsletter verschicken?

Unserer Unternehmerin würde ich raten: zumindest jedes Mal, wenn sie neue Workshops ins Programm aufnimmt. Wenn sie ihre Workshops quartalweise plant, sollte sie auch zumindest alle drei Monate einen Newsletter versenden.

 

Wenn sie einen Schritt weitergehen möchte, könnte sie einen Blog einrichten. Dann könnte sie ihren Newsletterabonnenten nämlich einen Mehrwert bieten, indem sie nicht nur ihr gewerbliches Angebot, sondern auch ihre Artikel in den Newsletter packt. Ja, sie könnte sogar dazu übergehen, den Newsletter in dichterer Folge zu versenden, nämlich immer dann, wenn sie einen oder mehrere neue Blogartikel geschrieben hat. Im besten Fall würde sich ihr Newsletter nach und nach zu einem besonders zugkräftigen Marketinginstrument entwickeln, das ihre Facebook-Aktivitäten auf wertvolle Weise ergänzt.

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Abbildungsnachweis:

Facebook; Shutterstock.com: Bildnr. 73640263, Pavelis. Beide Bilder verändert.

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