Endlich Bloggerin!

Screenshot des Blogs von Helga Penz

 

Ein Gastbeitrag von Helga Penz

 

Ich bin Historikerin und arbeite seit dem 1. September 2019 in einem dreijährigen Forschungsprojekt zur Geschichte der Barmherzigen Schwestern in Wien. Die Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul wurden 1832 nach Wien berufen und waren Pionierinnen der professionellen Krankenpflege und eines modernen Spitalmanagements. Sie arbeiteten als Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen und Seelsorgerinnen. Innovationen und Traditionen ihres Wirkens wurzeln im Religiösen.

Projektziel ist es, den von den Schwestern gegründeten Sozialeinrichtungen eine Basis zu geben, damit Spitalsmanager und Schulerhalter befähigt werden, diese Einrichtungen im Geist des Ordens weiterzuführen, auch wenn dort keine Ordensfrauen mehr aktiv sind.

 

Bereits bei der Konzeption des Projektes war mir klar, dass ich das Vorhaben durch einen Blog begleiten möchte. Mir war es ein Anliegen, das Bloggen strukturiert anzugehen. So habe ich mir im Vorfeld allerhand Gedanken dazu gemacht und mich auch entschlossen, den Kurs „Bloggen für AnfängerInnen“ von Huberta zu besuchen.

Die Wahl der Blogplattform

Ich habe in meinem langen Berufsleben zwar schon einige Websites, auch mit Blogfunktion, betreut, aber mein eigenes Blog zu gestalten, stellte sich als ganz neue Herausforderung dar.

Was die technische Seite betrifft, bin ich zwar eine halbwegs passable Userin alltäglich zu benützender Computeranwendungen. Aber ich wollte nicht meine eigene Webmasterin werden und ich wollte die Software meines Internetauftritts selbst pflegen. Darum habe ich mich entschieden, bei der ForscherInnen-Community hypotheses.org mitzumachen.

Auf dieser Plattform werden Wissenschaftsblogs gehostet. Hypotheses stellt also die Technik zur Verfügung, die grafische Gestaltung können die WissenschaftlerInnen bzw. BloggerInnen selbst anpassen – insgesamt perfekte Rahmenbedingungen für mich. Hinzu kommt, dass Hypotheses innerhalb der Scientific Community eine gute Möglichkeit darstellt, sich zu vernetzen, und natürlich auch die Sichtbarkeit meines Blogs erhöht. All das waren für mich triftige Gründe, mich für diese Plattform und gegen einen selbst gehosteten WordPress-Blog zu entscheiden.

Vorarbeiten

Hubertas Seminar Bloggen für AnfängerInnen hat mir viel bei der inhaltlichen Planung meines brandneuen Blogs geholfen. Ich reflektierte unter anderem meine Zielgruppe, erfuhr von Suchmaschinenoptimierung und wie man ein Blog strukturiert. Insgesamt kam da schon eine recht lange Liste zusammen, was alles zu bedenken ist. Spannend fand ich auch, wie die anderen TeilnehmerInnen an so etwas herangingen.

Mein eigener Blog ist dann schließlich auch pünktlich zum Start meines Projekts am 1. September 2019 fertig geworden: https://bhs.hypotheses.org

Herausforderungen und Perspektiven

Die vielleicht größte Challenge ist für mich, den „richtigen Ton“ zu finden. Ich bin Wissenschaftlerin und es ist mir wichtig, dass meine Blogbeiträge wissenschaftlich fundiert sind. Dazu gehören zum Beispiel auch Fußnoten. Andererseits sind Blogartikel eben keine Texte, wie sie in wissenschaftlichen Zeitschriften erscheinen, und mein Blog soll auch nicht nur für Fachkolleginnen und -kollegen verständlich sein.

 

Deswegen werde ich in meinen Blogbeiträgen auch stärker als Autorin sichtbar werden, als das bei einer wissenschaftlichen Arbeit der Fall wäre. Man muss schon ein Stück weit eine „outgoing personality“ haben, um interessant zu bloggen. Und damit nicht genug, habe ich auch begonnen, Social Media zu nutzen, und einen Twitter-Account eröffnet. Denn ich denke, das ist eine gute Möglichkeit, um den Blog bekannt zu machen. Ich werde aber natürlich nicht nur Links zu meinen Blogartikeln twittern, sondern auch alltägliche Einblicke in meinen Alltag als Forscherin geben.

 

Bloggen und Tweeten sind für mich ganz neue Erfahrungen – und sie machen wirklich Spaß!

Über die Autorin: Helga Penz

Foto von Helga Penz

Helga Penz ist Historikerin und war für mehrere katholische Ordensgemeinschaften als Archivarin tätig. Von 2010 bis 2019 leitete sie die von ihr gegründete Kulturabteilung des Dachverbands der österreichischen Klöster und Orden. Seit September 2019 forscht sie zur Geschichte der Barmherzigen Schwestern in Wien. Link zum Blog:

https://bhs.hypotheses.org/


Weiterführende Blogbeiträge der Schreibwerkstatt:

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